Kampf für berufstätige FrauenUS-Abgeordnete AOC friert Eizellen ein – und rechnet mit System ab

UNITED STATES - MARCH 25: Rep. Alexandria Ocasio-Cortez, D-N.Y., attends a news conference with Sen. Bernie Sanders, I-Vt., to announce the Artificial Intelligence Data Center Moratorium Act in the U.S. Capitol on Wednesday, March 25, 2026. The legislation aims to ensure that AI benefits workers, is safe and effective and does not harm communities or destroy the environment." (Tom Williams/CQ Roll Call/Sipa USA)
Ocasio-Cortez äußerte Kritik am US-Gesundheitssystem.
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Alexandria Ocasio-Cortez wird als mögliche US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten für 2028 gehandelt. Nun trifft die 36-Jährige eine Entscheidung, die ihr „mehr Kontrolle über ihr Leben“ geben soll. AOC sieht darin auch ein politisches Risiko - und die Attacken von rechts scheinen sie zu bestätigen.

Die linke US-Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez hat angekündigt, ihre Eizellen einfrieren zu lassen - und kritisiert dabei die Gesellschaft und das US-Gesundheitssystem. Sie halte es für wichtig, dass „wir als Führungskräfte diese Gespräche führen und diese Prozesse offenlegen, insbesondere für berufstätige Frauen im ganzen Land, und sie normalisieren“, sagte die auch als AOC bekannte Politikerin im Gespräch mit dem US-Sender ABC News.

Auf mehreren Beiträgen auf Instagram nimmt die Demokratin Zuschauer bei den ersten Schritten der Behandlung mit - etwa, wie sie sich selbst eine Spritze zuführt und einen Einblick in die Kosten gibt. „Meine Versicherung übernimmt keinen Cent davon. Ich muss alles selbst bezahlen“, betonte die 36-Jährige. Die Entscheidung, ihre Eizellen einfrieren zu lassen, habe sie getroffen, „um mehr Kontrolle über mein Leben zu haben“, sagte AOC.

Die Öffentlichmachung dieser Information berge ein „politisches Risiko“ für sie, so die Politikerin. Tatsächlich wurde sie auf X wenig später von dem erzkonservativen Blogger Matt Walsh scharf kritisiert, der ihre Entscheidung, eine mögliche Schwangerschaft nach hinten zu verschieben, „rückständig und lächerlich“ nannte. Der Beitrag bekam Zehntausende Likes, aber auch deutlichen Widerspruch.

Ocasio-Cortez nutzte die Gelegenheit auch, um Kritik am US-Gesundheitssystem zu äußern: Dieses sei marode und vernachlässige die „Gesundheitsversorgung von Frauen, insbesondere deren Fruchtbarkeitsbehandlung“. Sie sprach Frauen, die womöglich ähnliche Pläne haben, Mut zu. Es gebe eine Reihe von Gründen, um Eizellen einfrieren zu lassen.

Mit Blick auf eine Kandidatur bei den US-Präsidentschaftswahlen 2028 ließ Ocasio-Cortez sich nicht in die Karten blicken. „Ich schließe diese Möglichkeit nicht aus und bin sehr dankbar für die große Unterstützung“, sagte die Demokratin bei ABC News. Zugleich verwies sie darauf, dass vor der Partei die sogenannten Midterms liegen - die US-Kongresswahlen am 3. November in diesem Jahr. „Ich denke, wir haben die Verantwortung, uns auf die Zwischenwahlen zu konzentrieren und nicht auf unsere persönlichen Ambitionen oder Pläne“, sagte sie weiter.

Auf die Frage, ob sie gegen den amtierenden Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, kandidieren wolle, sagte sie unterdessen: „Ich meine, im Moment ist alles möglich.“

Verwendete Quellen: dsc/dpa