Was wirklich hinter dem viralen Auftritt steckt! Nach „Fickt euch“-Eklat! Schülerin Ellenor erklärt ihre Wutrede bei Abschlussfeier

Dieser Auftritt sorgte bundesweit für Wirbel!
Mit ihrer Abiturrede rechnete Ellenor B. aus Mecklenburg-Vorpommern mit ihrer Schule ab. Sie teilte gegen die Lehrerschaft aus, prangerte aus ihrer Sicht schlechte Lernbedingungen und mangelhafte Vorbereitung aufs Abitur an. Jetzt meldet sich die 18-Jährige erstmals ausführlich zu Wort – und macht klar, dass sie ihre Kritik weiter für berechtigt hält, auch wenn sie ihre Worte heute anders wählen würde.
Ellenor möchte auf Schul-Probleme hinweisen
„Ich würde die Rede inhaltlich immer noch so halten, aber ich würde sie anders formulieren.“ Mit diesem Satz blickt Ellenor B. auf ihren viel diskutierten Auftritt bei der Abiturfeier an ihrem Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern zurück. Vor allem ihr emotionales Schlusswort „Fickt euch einfach nur alle!“ machte die Rede in den sozialen Netzwerken viral und löste eine bundesweite Debatte aus. Im Gespräch mit dem Nordkurier erklärt die 18-Jährige nun, worum es ihr eigentlich ging.
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Ellenor betont, sie habe ihre Schule nie grundsätzlich schlechtmachen wollen. Ihr Ziel sei vielmehr gewesen, auf Probleme rund um das diesjährige Abitur aufmerksam zu machen. Besonders ärgere sie, dass sich die öffentliche Diskussion fast ausschließlich um den provokanten Schlusssatz drehe. Der sei nur ein kurzer, sehr emotionaler Nebenaspekt gewesen. Der eigentliche Kern ihrer Rede sei die Kritik an den Umständen gewesen, unter denen viele Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen abgelegt hätten.
17 Schüler fielen am Robert-Stock-Gymnasium durchs Abitur
Auslöser für Ellenors Wut war die ungewöhnlich hohe Zahl nicht bestandener Abiturprüfungen. Insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler scheiterten am Abschluss. Laut der Abiturientin hätten viele von ihnen aufgrund ihrer bisherigen Leistungen nicht damit gerechnet. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse habe es aus ihrer Sicht kaum Möglichkeiten gegeben, die überraschend schlechten Noten gemeinsam mit den Lehrkräften zu besprechen. Genau diese fehlende Kommunikation habe viele Betroffene enttäuscht. Insofern habe sie beschlossen, ihre Abiturrede zu nutzen, um auf die Situation hinzuweisen.
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Vor allem die Resultate der Mathematik-Prüfungen werfen für Ellenor Fragen auf. Nach ihren Angaben hätten in den beiden Grundkursen etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler null Punkte erzielt. Nur wenige hätten die Klausur überhaupt bestanden. Für die 18-Jährige deutet das darauf hin, dass viele Abiturienten möglicherweise nicht ausreichend auf die Anforderungen des Zentralabiturs vorbereitet worden seien
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Auch die Deutschprüfung wirft Fragen auf
Neben den Mathe-Ergebnissen beschäftigt Ellenor auch die mündliche Deutschprüfung. Nach ihrer Schilderung sei ein Lehrer des Deutsch-Leistungskurses lediglich an drei Prüfungen beteiligt gewesen. Und mit allen drei Schülern habe dieser Lehrer laut Ellenor im Laufe der Schulzeit „Ärger gehabt, bei dem es auch Elterngespräche und E-Mails an die Eltern gab“. Ausgerechnet diese drei Schüler seien schließlich durch die Deutschprüfung gefallen.

Einen direkten Vorwurf erhebt sie ausdrücklich nicht. Dennoch findet sie, dass mögliche Zusammenhänge geprüft werden sollten. Deshalb haben Ellenor und ihre Eltern inzwischen Einsicht in die Prüfungsunterlagen beantragt. Sie wolle nachvollziehen können, wie ihre Antworten bewertet wurden und warum das Ergebnis am Ende so ausgefallen sei.
Verwendete Quellen: Nordkurier


