Behörde hielt sie für NeonaziGeheimdienst-Panne! Frau verliert Job wegen schlimmer Verwechslung

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Chorweiler. Die Sicherheitsbehörde hat die Partei Alternative für Deutschland (AfD) nun als 'gesichert rechtsextremistisch' eingestuft. Grundlage für diese Einstufung sei ein nicht öffentliches Gutachten. Zuvor hatte die AfD in Umfragewerten die Union überholt. (Themenbild, Symbolbild) Köln, 02.05.2025
Das Bundesamt für Verfassungsschutz will nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass solche Fehler künftig nicht mehr passieren.
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Das Bundesamt für Verfassungsschutz verwechselt jahrelang eine Rechtsextremistin mit einer unbescholtenen Angestellten einer Berliner Fachhochschule. Der Behördenirrtum hat für die Frau schwerwiegende Folgen - sie verliert ihren Job. Als der Fehler bemerkt wird, ist die Stelle bereits neu besetzt.

Eine Angestellte einer Berliner Fachhochschule ist vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) mit einer Rechtsextremistin verwechselt worden - und hat aus diesem Grund ihren Job verloren. Der Inlandsnachrichtendienst hatte die Berlinerin Liv Heide laut einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ seit 2022 im Fokus. Grund war demnach die Namensgleichheit mit dem Pseudonym einer Rechtsextremistin, die Gründerin eines antisemitischen, rassistischen und rechtsextremen Dating-Portals war.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz teilte die Information demnach dem Berliner Verfassungsschutz mit. Dieser leitete die Erkenntnisse an die Fachhochschule weiter, die der Frau daraufhin zum Juli 2024 fristlos kündigte.

Das Bundesamt teilte nun auf Anfrage mit, der Sachverhalt um die Dating-Plattform „ist hier bekannt“. Die behördeninterne Überprüfung des Vorgangs sei noch nicht abgeschlossen. Dabei dürfte es dem BfV auch darum gehen, dafür zu sorgen, dass solche Fehler künftig nicht mehr passieren. Der Geheimdienst erklärte: „Im Zentrum der sorgfältigen Prozessanalyse stehen dabei insbesondere die besonderen Anforderungen, die sich im Rahmen von Klaridentifizierungen von Internet-Identitäten ergeben.“

Dem Bericht der „Zeit“ zufolge räumte der Berliner Verfassungsschutz nach der Entlassung der Frau ihr gegenüber ein, dass eine andere Person mit ihrem Namen aufgetreten sei. Zu diesem Zeitpunkt war ihre Stelle an der Hochschule laut dem „Zeit“-Bericht aber bereits neu besetzt. Dem Bericht zufolge haben sich weder das Landesamt für Verfassungsschutz noch das Bundesamt oder die Hochschule bisher bei Liv Heide entschuldigt.

Die Berliner Senatsinnenverwaltung teilte auf Anfrage mit: „Der Berliner Verfassungsschutz äußert sich nicht zu Einzelpersonen.“ Die Fachhochschule kündigte eine Stellungnahme für Donnerstag an.

Verwendete Quellen: uzh/dpa