BKA warnt vor besorgniserregendem TrendStudie schockt: Immer mehr Deutsche offen für Rechtsextremismus

DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 29.11.2025 Demonstrant mit Shirt Symbol Adler und Logo Deutsche Jugend Voran Division Senftenberg Aktivistisch Heimattreu Kampfbereit bei dem Marsch Kundgebung und Demonstration der rechtsextremen Partei Die Heimat ehemals NPD unter dem Motto Betrueger und Kriminelle Auslaender raus und Heimatschützer in Berlin Deutschland . Neben Mitgliedern der Heimat und der Jugendorganisation Junge Nationalisten JN fanden sich auch Mitglieder Deutsche Jugend Voran DJV und der sog. Jaegergruppe Jägergruppe . Ein breites Buendnis von der antifaschistischen Aktion antifa bis zu Omas gegen rechts konnte mit einer Blockade die eigentliche Demo verhindern en: Demonstrator wearing a shirt with the eagle symbol and the Logo German Youth Forward Division Senftenberg activist patriotic ready for battle at the march and demonstration of the far-right party Die Heimat formerly NPD under the motto Cheaters and Criminals, Foreigners Out, and Homeland Protectors in Berlin Germany . Besides members of the Heimat youth organization Young Nationalists Junge Nationalisten JN , members of the Deutsche Jugend Voran German Youth Forward DJV and the so-called Hunter Group Jägergruppe were also present. A broad alliance, ranging from the anti-fascist action group Antifa to Grandmas Against the Right successfully blocked the demonstration
Bei den latent rechtsextremen Einstellungen gab es laut Untersuchung vor allem in den jüngeren Altersgruppen starke Zuwächse.
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Laut Bundeskriminalamt sind immer mehr Menschen für rechtsextreme Ideen empfänglich. Auch die politisch motivierte Kriminalität nimmt demnach deutlich zu. Doch es gebe auch einen wichtigen positiven Befund.

Immer mehr Menschen in Deutschland sind rechtsextremen Ideologien gegenüber laut einer vom Bundeskriminalamt (BKA) koordinierten Untersuchung aufgeschlossen. Der Anteil derjenigen, die für solche Ideen offen sind, stieg den Angaben zufolge zwischen 2021 und 2025 von 21,8 Prozent auf 29,6 Prozent an.

Um die Einstellungen zu messen, hatten die Forscherinnen und Forscher den Teilnehmern der repräsentativen Befragung zehn verschiedene Aussagen vorgelegt, zu denen sie sich positionieren sollten. Dazu zählen Aussagen wie „Ein Staat sollte einen Führer haben, der das Land zum Wohle aller mit starker Hand regiert.“ und „Juden haben in Deutschland zu viel Einfluss.“

Der zuständige Forschungsverbund „Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung“ wird gefördert von den Bundesministerien für Forschung, Inneres und Bildung. Er erforscht das Radikalisierungsgeschehen in Deutschland, seine Hintergründe und Entwicklungen.

Generell zeigen die Ergebnisse: Manifest rechtsextreme Einstellungen finden sich deutlich häufiger bei Menschen mit niedrigem Bildungsniveau. Bei Befragten, die maximal einen Hauptschulabschluss erreicht haben, lag der Anteil derjenigen, die solche Ansichten vertreten, 2025 bei 11,1 Prozent. Unter Menschen mit Abitur waren es 1,4 Prozent.

Bei den latent rechtsextremen Einstellungen waren zuletzt laut Studie vor allem in den jüngeren Altersgruppen starke Zuwächse zu beobachten. 2025 fand sich demnach bei 27,3 Prozent der unter 40-Jährigen eine Offenheit für rechtsextremes Gedankengut. Zusammen mit 5,7 Prozent manifest rechtsextrem eingestellten Menschen sei damit rund ein Drittel der jüngeren Generation mindestens offen für autoritäres, rechtsextremes Gedankengut.

DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 29.11.2025 Demonstranten der Jugendorganisation Junge Nationalisten JN mit Transparent Heimat Mit Sicherheit bei dem Marsch Kundgebung und Demonstration der rechtsextremen Partei Die Heimat ehemals NPD unter dem Motto Betrueger und Kriminelle Auslaender raus und Heimatschützer in Berlin Deutschland . Neben Mitgliedern der Heimat und der Jugendorganisation Junge Nationalisten JN fanden sich auch Mitglieder Deutsche Jugend Voran DJV und der sog. Jaegergruppe Jägergruppe . Ein breites Buendnis von der antifaschistischen Aktion antifa bis zu Omas gegen rechts konnte mit einer Blockade die eigentliche Demo verhindern en: Demonstrators from the youth organization Junge Nationalisten Young Nationalists JN with banner Heimat Mit Sicherheit Homeland with Security at the march and demonstration of the far-right party Die Heimat formerly NPD under the motto Cheaters and Criminals, Foreigners Out, and Homeland Protectors in Berlin Germany . Besides members of the Heimat youth organization Young Nationalists Junge Nationalisten JN , members of the Deutsche Jugend Voran German Youth Forward DJV and the so-called Hunter Group Jägergruppe were also present. A broad alliance, ranging from the anti-fascist action group Antifa to Grandmas Against the Right successfully blocked the demonstration .
Rechtsextreme Organisationen schließen sich immer wieder zu Demonstrationen zusammen – wie hier unter dem Motto "Betrüger und kriminelle Ausländer raus".
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Deutliche Zunahmen gab es auch bei Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit. Mitte 2025 waren demnach 7,2 Prozent der Befragten manifest antisemitisch sowie 28,3 Prozent manifest muslimfeindlich eingestellt.

Die zunehmende gesellschaftliche Radikalisierung geht laut Studie mit einer deutlichen Zunahme der politisch motivierten Kriminalität einher: Mit 100,7 Delikten pro 100.000 Einwohnerinnen wurde 2024 ein neuer Höchststand registriert. Der Trend setzt sich auch 2025 fort. Insbesondere stiegen seit 2020 die Zahlen an polizeilich registrierten Opfern politisch motivierter Kriminalität: von 1221 auf 2162 im Jahr 2024. Dies ist ein Plus von 77 Prozent.

Den Beispielen für eine zunehmende Radikalisierung steht den Angaben zufolge „zugleich ein wichtiger positiver Befund gegenüber“: 2025 sei mit einer Rate von 85,6 Prozent trotz aller Krisen die Mehrheit der Bevölkerung positiv zu grundlegenden Prinzipien einer liberalen, rechtsstaatlichen Demokratie eingestellt. 14,4 Prozent der Befragten seien zwar als demokratiefeindlich einzustufen. Hier sei jedoch ein leichter Rückgang gegenüber dem 2023 gemessenen bisherigen Höchststand von 16,1 Prozent zu erkennen.

Für die Studie waren über den Zeitraum von fünf Jahren bundesweit insgesamt 21.900 Menschen im Alter ab 18 Jahren befragt worden.

Verwendete Quellen: fth/dpa/AFP