Amoktat in SchongauBürgermeister spricht bei RTL: „Die Kinder haben daran zu knabbern“

„Das Wichtigste ist jetzt, dass man redet“, sagt der Bürgermeister nach der mutmaßlichen Amoktat.
„Wir müssen schauen, dass wir das zusammen verarbeiten”, sagt der Bürgermeister nach der mutmaßlichen Amoktat.
von Yannick Seeber und Lynn Michel

„Das war ein schwarzer Tag für Schongau.“
Nach der mutmaßlichen Amoktat am Welfen-Gymnasium steht die Stadt unter Schock. Im Gespräch mit RTL schildert Schongaus Bürgermeister Thomas Schleich die Stimmung vor Ort: „Wir sind alle erschrocken und niemand hätte gedacht oder sich das vorstellen können, dass so was hier bei uns passiert.“

Bürgermeister: „Das Wichtigste ist, dass man redet“

Während der Schulbetrieb am Donnerstag (9. Juli) wieder aufgenommen wurde, begleiten Kriseninterventionsteams Schüler und Lehrkräfte. Zur Tagesordnung übergehen könne man aber nicht. Für Schongaus Bürgermeister Thomas Schleich steht nun die Verarbeitung des Erlebten im Mittelpunkt. „Das war ein schwarzer Tag für Schongau”, sagt er im Gespräch mit RTL.

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„Ich glaube, das Wichtigste ist einfach, dass man redet, dass man das versucht, mit den Kindern, mit den Schülern aufzuarbeiten“, sagt Schleich. „Ich bin unheimlich froh, dass die Schule heute auch geöffnet hat, dass man den Kindern einfach die Möglichkeit gibt, dass man sich trifft im vertrauten Umfeld.”

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Die Ereignisse dürften nun nicht verdrängt werden. „Wir müssen schauen, dass wir das zusammen verarbeiten. Es hilft nichts, wenn man das jetzt beiseiteschiebt, sondern da muss man jetzt aktiv viele Gespräche führen und das einfach sauber aufarbeiten.“

Schüler stehen unter Schock

Wie sehr die Tat auch junge Menschen außerhalb der Schule beschäftigt, erlebt Schleich in seiner eigenen Familie. Er habe sich mit seinen Kindern hingesetzt und mit ihnen über das Geschehene gesprochen. „Man merkt es definitiv, dass die Kinder da dran zu knabbern haben“, sagt der Bürgermeister. Seine jüngste Tochter sei fast 13 Jahre alt. „Man kennt sich ja doch irgendwo. Und ja, die sind natürlich total geschockt.“

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Emotionaler Appell auf Instagram

Bereits kurz nach der Tat hatte sich Schleich auch in den sozialen Medien an die Menschen in Schongau gewandt. „Die Bilder dieses Tages werden uns noch lange begleiten“, schrieb er auf Instagram.

Es sei „ein Tag, der uns alle verändert hat. Die Ereignisse am Welfen-Gymnasium seien „das, wovor wir uns alle immer am meisten gefürchtet haben“, so der Bürgermeister. Zugleich dankte er den Einsatzkräften und richtete sich an Schüler, Eltern und Lehrkräfte mit den Worten: „Wir lassen Euch jetzt nicht allein.“

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche