Tragischer Back-Unfall in AustralienKleinkind im Koma, weil es Dekopulver für Kuchen eingeatmet hat

Tragischer Backunfall: Baby auf Intensivstation in Australien.
Tragischer Backunfall: Baby auf Intensivstation in Australien.
gofundme.com
von Martina Lewinski

Plötzlich bekommt keine Luft mehr!
Ein tragischer Küchenunfall sorgt in Australien für große Anteilnahme: Ein 14 Monate altes Kind musste nach dem Einatmen eines speziellen Dekorpulvers für Kuchen in ein künstliches Koma versetzt werden. Der Junge kämpft im Krankenhaus um sein Leben.

Beim Backen eines Geburtstagskuchens

Die Mutter des kleinen Dusty bereitete gerade einen aufwendig dekorierten Geburtstagskuchen für das Kind einer Freundin vor, als es zu dem Unglück kam. Während der Vorbereitungen befand sich der 14 Monate alte Junge im selben Raum und griff offenbar unbemerkt nach einer Küchenschublade.

Was dann genau passierte, ist unklar. Aber innerhalb weniger Sekunden soll das Kind das feine „Goldstaub-Pulver“ eingeatmet haben – ein Dekorationsmittel, das für Kuchenoberflächen verwendet wird.

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Lungen blockiert – Notoperation im Krankenhaus

Laut Berichten der Familie reagierte der Junge direkt nach dem Einatmen nicht mehr. Rettungskräfte brachten ihn umgehend in ein Krankenhaus in Brisbane.

Dort stellten Ärzte fest, dass das Pulver in Verbindung mit Feuchtigkeit eine pastenartige Substanz gebildet hatte, die seine Atemwege verstopfte. Der Junge musste notoperiert werden, um seine Lungen zu befreien, und wurde anschließend in ein künstliches Koma versetzt.

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Kritischer Zustand, aber erste kleine Fortschritte

In den Tagen nach dem Unfall schwankte sein Zustand. Zwischenzeitlich wurde berichtet, dass das Kind Fieber hatte und weiterhin auf Beatmung angewiesen war. Die Ärzte begannen jedoch vorsichtig, die Medikamente zu reduzieren, da erste Reaktionen sichtbar wurden.

Die Familie hofft nun, dass der Junge bald wieder selbstständig atmen kann und das Bewusstsein zurückkehrt.

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Große Anteilnahme und Spendenaktion

Freunde der Familie haben eine Spendenkampagne gestartet, um die medizinischen Kosten sowie Unterkunftskosten während des Krankenhausaufenthalts zu decken. Zehntausende Dollar sind bereits zusammengekommen.

Die Eltern werden zudem in einer Einrichtung für Familien schwer kranker Kinder untergebracht, während ihr Sohn behandelt wird. Die Mutter des kleinen Jungen möchte den Vorfall öffentlich machen, um andere Eltern zu warnen. Das verwendete Dekorationspulver sei zwar grundsätzlich für Lebensmittel gedacht, jedoch offenbar nur für äußere Dekoration vorgesehen gewesen.

Nach dem Vorfall wurde das Produkt nach Angaben der Familie aus dem Verkauf genommen.

Verwendete Quellen: People, RTL NL