Er betäubte und vergewaltigte mehrere Frauen124 Jahre Haft! Doch jetzt ist der Max-Factor-Erbe wieder frei

Andrew Luster wurde 2003 wegen zahlreicher Sexualstraftaten, darunter Vergewaltigung, zu 124 Jahren Haft verurteilt. (Archivbild)
Andrew Luster wurde 2003 wegen zahlreicher Sexualstraftaten, darunter Vergewaltigung, zu 124 Jahren Haft verurteilt. (Archivbild)
picture alliance / AP Photo | GINA FERAZZI

Er betäubte Frauen, vergewaltigte sie und filmte seine grausamen Taten.
Dafür wurde Andrew Luster, Urenkel des Kosmetik-Moguls Max Factor, 2003 zu 124 Jahren Haft verurteilt. Doch nach nur 23 Jahren ist der Millionenerbe wieder auf freiem Fuß. Seine Entlassung sorgt in den USA für heftige Empörung.

Max-Factor-Erbe betäubte und vergewaltigte mehrere Frauen

Zwischen 1996 und 2000 suchte sich Andrew Luster seine Opfer vor allem in Bars aus. Der damals über 30-Jährige betäubte mindestens drei junge Frauen mit der Droge GHB, auch bekannt als Liquid Ecstasy, und missbrauchte sie anschließend sexuell. Zwei seiner Vergewaltigungen hielt er sogar auf Video fest.

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2003 wurde der Urenkel des Kosmetikgründers Max Factor wegen insgesamt 86 schwerer Straftaten schuldig gesprochen, darunter Vergewaltigung und Vergiftung. Das Urteil: 124 Jahre Gefängnis! Doch 2013 reduzierte ein Gericht seine Haftstrafe auf 50 Jahre.

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Nach 23 Jahren Haft: Warum kommt Andrew Luster jetzt frei?

Am Sonntag (18. Oktober) verlässt Luster das Gefängnis auf Bewährung. Nach Angaben der kalifornischen Strafvollzugsbehörde CDCR handelt es sich dabei allerdings nicht um eine vorzeitige Entlassung. Demnach konnte der 62-Jährige seine Haftzeit durch Arbeit und gute Führung verkürzen. Außerdem wurden ihm 977 Tage angerechnet, die er bereits vor seiner Verurteilung in Haft verbracht hatte.

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Staatsanwalt warnte vor „Bedrohung für die öffentliche Sicherheit“

Schon in den vergangenen Jahren wehrte sich die Staatsanwaltschaft vehement gegen eine Freilassung. Als ein Richter 2024 einen entsprechenden Antrag ablehnte, warnte Bezirksstaatsanwalt Eric Nasarenko: „Seine Freilassung wäre eine schwere Ungerechtigkeit gegenüber den Überlebenden und eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit“, berichtet CBS News. Auch Oberstaatsanwalt Anthony Wold fand 2025 deutliche Worte: „Indem er seine Opfer in einen komaähnlichen Zustand versetzte, spielte Andrew Luster russisches Roulette mit ihrem Leben, um ihre bewusstlosen Körper missbrauchen zu können.”

Nach 23 Jahren Haft ist Andrew Luster (62), Urenkel des Kosmetik-Moguls Max Factor, wieder auf freiem Fuß. (Archivbild)
Nach 23 Jahren Haft ist Andrew Luster (62), Urenkel des Kosmetik-Moguls Max Factor, wieder auf freiem Fuß. (Archivbild)
Bryan Chan/Los Angeles Times via Getty Images

Berühmter Kopfgeldjäger schnappte Millionenerben in Mexiko

Berichten zufolge lebt der 62-Jährige nach seiner Entlassung in der kalifornischen Stadt Glendora. Dort sorgt seine Rückkehr für Entsetzen. Die Stadtverwaltung verlangt Aufklärung darüber, wie ein Mann, der ursprünglich zu 124 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, nach etwas mehr als zwei Jahrzehnten wieder frei sein kann. „Die Opfer verdienen Besseres. Die Menschen in Glendora verdienen Besseres. Kalifornien muss es besser machen“, heißt es in einer offiziellen Erklärung der Stadt.

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Bereits sein Prozess sorgte Anfang der 2000er-Jahre weltweit für Schlagzeilen. Denn noch während des Verfahrens floh Luster trotz einer Kaution von einer Million Dollar nach Mexiko. Rund sechs Monate lang blieb er verschwunden. Schließlich spürte ihn 2003 der berühmte US-Kopfgeldjäger Duane „Dog“ Chapman auf. Luster wurde zurück in die USA gebracht und musste sich für seine Verbrechen verantworten. Mehr als zwei Jahrzehnte später ist er nun wieder frei.

Verwendete Quellen: CBS News