Giftalarm an Spaniens Stränden120 Verletzte nach Stichen – jetzt verschärft San Sebastián die Strandregeln

Die Portugiesische Galeere befällt die Küste des kantabrischen Meers.
Mehr als hundert Menschen werden innerhalb eines Tages an den Stränden von San Sebastián von den quallenähnlichen Nesseltieren verletzt. Während die Stadt die Lage als beherrschbar einstuft, werden Strände gesperrt und die Vorschriften für den Badebetrieb geändert.
Aus dem Meer ins Krankenhaus
Innerhalb von weniger als 24 Stunden sind an den Stränden von San Sebastián 120 Menschen durch Portugiesische Galeeren verletzt worden. Mehrere Betroffene mussten medizinisch versorgt werden, einige kamen ins Krankenhaus. Darüber berichtet Infobae.
Besonders betroffen waren die Strände La Concha, Ondarreta und Zurriola. Die giftigen Meerestiere trieben dort in großer Zahl an die Küste. Rettungskräfte behandelten Dutzende Badegäste direkt am Strand, während mehrere Verletzte in Krankenhäuser gebracht wurden.
Die Portugiesische Galeere ähnelt zwar einer Qualle, gehört biologisch aber nicht zu den Quallen. Ihre Tentakel können äußerst schmerzhafte Verletzungen verursachen und in einzelnen Fällen auch schwerere gesundheitliche Reaktionen auslösen.
Im Video: Portugiesische Galeeren in Texas
Stadt beschwichtigt trotz der vielen Verletzten
Trotz der ungewöhnlich hohen Zahl an Verletzten sieht die Stadtverwaltung keinen Grund zur Panik. Wie Heraldo berichtet, betonten die Verantwortlichen, dass die Zahl der Stiche im Verhältnis zur hohen Zahl der Badegäste gering gewesen sei. Nach Darstellung der Stadt seien die Sicherheitsmaßnahmen funktioniert und die Situation unter Kontrolle geblieben.
Diese Einschätzung dürfte allerdings nicht jeden überzeugen. Denn zeitweise mussten Strände gesperrt werden, nachdem dort zahlreiche Portugiesische Galeeren entdeckt worden waren. Badegäste durften erst wieder ins Wasser, nachdem die Rettungskräfte die Lage neu bewertet hatten.
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Jetzt gelten strengere Regeln an den Stränden
Die Ereignisse haben Folgen. San Sebastián passt sein Vorgehen bei Sichtungen der giftigen Meerestiere an. Künftig soll nicht mehr ausschließlich die Anzahl der Portugiesischen Galeeren darüber entscheiden, ob ein Strand geschlossen wird. Auch Größe und Gefährlichkeit der entdeckten Tiere fließen in die Bewertung ein. Außerdem wollen die Rettungskräfte die Lage regelmäßig neu überprüfen und schneller auf Veränderungen reagieren.
Auch an weiteren Stränden in der Provinz Gipuzkoa waren zuletzt Portugiesische Galeeren gesichtet worden. Wie Naiz berichtet, hatten die Behörden deshalb bereits Warnungen für zahlreiche Badeorte ausgegeben und die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Wer eine Portugiesische Galeere entdeckt, sollte sie keinesfalls berühren – auch dann nicht, wenn sie bereits am Strand liegt. Ihre Tentakel können weiterhin giftig sein.









