Wenn vor euch plötzlich ein Feuer ausbrichtWaldbrand entdeckt? Diese Fehler können jetzt lebensgefährlich werden

Waldbrand
Ein Waldbrand in Bad Kreuznach – doch was ist eigentlich zu tun, wenn man ein Feuer entdeckt? (Archivbild)
geo, Kevin Schößler/dpa, Kevin Schößler

So verhaltet ihr euch richtig.
Plötzlich steigt Rauch zwischen den Bäumen auf oder ihr entdeckt Flammen im Unterholz – was jetzt? Gerade in den Sommermonaten steigt die Waldbrandgefahr deutlich an. Wir erklären, welche Schritte jetzt wichtig sind und welche Fehler ihr unbedingt vermeiden solltet.

Ruhe bewahren und sofort Hilfe rufen

Das Wichtigste zuerst: Bringt euch niemals selbst in Gefahr. Wer einen Waldbrand oder eine starke Rauchentwicklung entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 alarmieren.

Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, helfen dabei möglichst genaue Angaben zum Ort. Ideal ist die Nummer eines Rettungspunktes, die auf grün-weißen Schildern im Wald zu finden ist. Kennt ihr keinen Rettungspunkt, nennt markante Orientierungspunkte wie Wanderwege, Schutzhütten, Felsen oder Ortschaften in der Nähe.

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Ist das Feuer noch klein und besteht keine Gefahr für euch selbst, könnt ihr laut Waldwissen.net versuchen, den Brand mit Sand, Erde oder grünen Zweigen einzudämmen. Lässt sich das Feuer nicht sofort kontrollieren, gilt: Abstand halten und auf keinen Fall weitere Löschversuche riskieren.

Die Feuerwehr braucht freie Wege

Verlasst den Gefahrenbereich möglichst auf den vorhandenen Waldwegen und bleibt anschließend in sicherer Entfernung erreichbar. So könnt ihr Einsatzkräfte bei Bedarf zum Brandort lotsen.

Ebenso wichtig: Waldwege und Zufahrten müssen jederzeit frei bleiben. Wer sein Auto auf Rettungswegen oder vor Schranken abstellt, kann den Einsatz der Feuerwehr erheblich behindern. Fahrzeuge sollten außerdem niemals auf trockenem Gras oder anderem leicht entzündlichem Untergrund geparkt werden. Heiße Fahrzeugteile können dort Brände auslösen.

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So verhindert ihr einen Waldbrand

Nach Angaben des BBK entstehen mehr als 90 Prozent aller Waldbrände durch menschliches Fehlverhalten. Deshalb gilt: Im Wald und in Waldnähe niemals rauchen oder Zigarettenkippen wegwerfen. Grillen oder offenes Feuer sind nur auf ausdrücklich ausgewiesenen Plätzen erlaubt.

Auch wenn wissenschaftlich nicht eindeutig belegt ist, dass Glasscherben Waldbrände verursachen, sollten Müll und Abfälle grundsätzlich wieder mitgenommen werden. Wer aufmerksam unterwegs ist und andere freundlich auf Gefahren hinweist, trägt ebenfalls zum Waldschutz bei.

Die fünf wichtigsten Regeln auf einen Blick

• Waldbrand oder Rauch sofort über die 112 melden.

• Genaue Ortsangaben oder Rettungspunkt nennen.

• Nur löschen, wenn keine Gefahr für euch besteht.

• Waldwege und Zufahrten für Feuerwehrfahrzeuge freihalten.

• Kein Rauchen, kein offenes Feuer und keine glühenden Gegenstände im Wald zurücklassen.

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Auch Hessen Forst rät dazu, entstehende Brände nur dann selbst zu bekämpfen, wenn dabei keine Gefahr für die eigene Sicherheit besteht. Mit den steigenden Temperaturen nimmt die Waldbrandgefahr in vielen Regionen Deutschlands wieder deutlich zu. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um trockenes Gras oder Unterholz zu entzünden. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein und im Ernstfall schnell, aber besonnen zu handeln.

Verwendete Quellen: Waldwissen.net, dpa, BBK