Airline geht ans HandgepäckBei diesem Gepäckstück zahlen Lufthansa-Kunden bald drauf

Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa scheiterte vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. (Archivbild)
Lufthansa kündigt Änderungen beim Gepäck an. (Symbolbild)
Sven Hoppe/dpa

Es wird teurer für Reisende!
Bei der Lufthansa-Gruppe sind die Zeiten des kostenfreien Handgepäcks in Koffergröße an Bord bald vorbei. Am 19. Mai soll es einen neuen Einstiegstarif auf Kurz- und Mittelstrecken geben, bei dem nur ein kleines Gepäckstück wie eine Laptop- oder Handtasche ohne Aufpreis in die Kabine mitgenommen werden kann.

Preisänderungen für Gepäck bei Lufthansa

„Der neue Basic-Tarif bietet beispielsweise Tagesreisenden eine zusätzliche Wahlmöglichkeit zu einem attraktiven Einstiegspreis”, erklärte die Lufthansa am Donnerstag (23. April). Der Basic-Tarif werde unter dem Preis der heutigen Economy Light liegen, ergänzte ein Sprecher.

Lese-Tipp: Kerosin-Krise und Mega-Streik! Lufthansa legt Flugzeuge still

Tasche oder Rucksack dürfen demnach das Format 40x30x15 cm nicht überschreiten. Bisher war es im günstigsten Lufthansa-Tarif Economy Light üblich, die standardmäßige Handgepäcksgröße von 55x40x23 cm mit maximal acht Kilo Gewicht mitzunehmen.

Video-Tipp: DAS sind Europas beste und schlechteste Airlines

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Mindestens 15 Euro werden bald fällig

Viele Urlaubs- und Geschäftsreisende beschränken sich auf kleines Gepäck, um den günstigsten Tarif zu buchen und nach der Ankunft ohne Wartezeiten am Gepäckband ihrer Wege zu gehen. Doch das erhöht häufig den Zeitaufwand beim Boarding, weil viel Gepäck in den Fächern verstaut werden muss und der Platz oft knapp wird. Am Gate werden Reisende dann gebeten, die Rollkoffer doch noch einzuchecken – kostenfrei.

Künftig werden für den Trolley an Bord oder im Laderaum bei der Lufthansa mindestens 15 Euro fällig. Der Tarif soll bei Lufthansa, Swiss, Austrian, Brussels, Discover Airlines und bei Air Dolomiti schrittweise auf ausgewählten Strecken eingeführt werden. Air France führte einen solchen Basistarif im vergangenen Jahr ein.

Lese-Tipp: Mallorca-Urlauber aufgepasst! Ryanair führt neue Gepäckregeln ein

Die Airlines stückeln schon länger das Produkt Flug immer weiter in Einzelleistungen auf, die separat bepreist werden, um mehr Geld zu verdienen. Auch bei der Lufthansa steigen die Umsätze der sogenannten Zusatzleistungen. So kommt beim Light-Tarif ab Mai gegen Gebühr die Option einer Umbuchung hinzu. Das bringe den Kunden mehr Flexibilität und Planungssicherheit. Im aktuellen Tarif Economy Classic kostet das den Reisenden auf der Kurzstrecke 70 Euro extra. (fkl)

Verwendete Quellen: Reuters