Geht’s noch!? Wiesn-Kellnerinnen: Das sind die fünf größten No-Gos im Bierzelt

Auf der Wiesn zu bedienen, ist ein echter Knochenjob.
Auf der Wiesn zu bedienen, ist ein echter Knochenjob.
picture alliance / SZ Photo | Stephan Rumpf

Im Festzelt ist Benehmen nicht selten Mangelware.
Wer als Kellnerin auf der Wiesn arbeiten möchte, der braucht nicht nur reichlich Muckis in den Armen, sondern auch ein dickes Fell. Denn die Festzelt-Besucher bringen nicht immer die besten Manieren mit, wie Oktoberfest-Bedienungen jetzt verraten haben. Hier kommen fünf Dinge, mit denen ihr euch auf der Wiesn so richtig unbeliebt macht.

1. Geizige Wiesn-Besucher gehen gar nicht

Viel verlangen, dann aber kein Trinkgeld geben - auch diese Spezies ist auf dem Oktoberfest gut und gerne vertreten. Und geizige Besucher stehen ganz oben auf der Liste der No-Gos der anonymen Wiesn-Kellnerin. Sie habe kein Verständnis dafür, dass Oktoberfest-Besucher ausgerechnet an dieser Stelle sparen, weil der Wiesn-Besuch ohnehin schon so teuer sei.

Immerhin mache das Trinkgeld einen beachtlichen Teil des Verdienstes einer Wiesn-Bedienung aus. „Wir Bedienungen verdienen am Ende nämlich nur mickrige 10 Prozent brutto an einer Mass Bier”, erklärt sie auf Chip.de. Das Trinkgeld sei daher „unser eigentlicher, fairer Lohn für diese Knochenarbeit”. Und davon würden die Bedienungen immer auch etwas an Küche, Schank und andere Kollegen abgeben.

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2. Eine Maß ist nicht zum Teilen da

Um Geizhälse geht es auch beim nächsten No-Go. So negativ wie kein Trinkgeld zu geben, falle es auch auf, wenn sich eine Gruppe Oktoberfest-Besucher eine Maß Bier teilt. Immerhin blockieren diese Menschen je einen Platz im Festzelt und jeder Platz müsse zu jeder Zeit Geld einbringen.

Die Kellnerin betont, dass sie damit nicht das Pärchen meint, das sich eine Maß teilt, um das Bier möglichst frisch genießen zu können. Ansonsten gelte aber das ungeschriebene Gesetz: „Wenn Sie gut tippen, verdursten wir beide nicht!“ Das meint nichts anderes, als: Wer fair bezahlt, bekommt den besten Service und die Bedienung die Entlohnung, die sie für ihre Mühe verdient – „win win” sozusagen.

3. Für Extrawünsche ist auf dem Oktoberfest keine Zeit

Auf der Wiesn zu bedienen, kommt Fließbandarbeit gleich. Die Kellnerinnen und Köche in den Festzelten müssen sich spurten, um allen Gästen gerecht zu werden. Was sie dabei überhaupt nicht gebrauchen können: Extrawünsche.

Wie eine anonyme Wiesn-Kellnerin auf Chip.de verrät, würden in den Großküchen und Schänken logistische Meisterleistungen im Sekundentakt vollführt. Alles sei auf Masse ausgelegt und für die Besucher der Festzelte bedeutet das: Gegessen wird das, was auf der Speisekarte steht.

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4. Nachfragen beschleunigen den Service nicht

Als ebenso nervig empfinden es Wiesn-Kellnerinnen, wenn Besucher ständig nachfragen, wo denn ihre Bestellung bleibt. Auch das halte einfach nur den Verkehr auf und würde keinesfalls dafür sorgen, dass die Bestellung schneller zum Tisch kommt.

Die anonyme Wiesn-Bedienung verrät auf Chip.de sogar, dass sie im Zweifel sogar fünf Brez’n serviert, wenn Sie fünfmal nach einer gefragt werde, weil Gäste denken, sie könne sich die Bestellungen nicht merken. Ihr Appell an alle Wiesn-Besucher: Bringt einfach ein bisserl bayerische Gemütlichkeit mit.

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5. Maßkrüge sind keine Mülleimer

Nummer fünf der Festzelt-No-Gos hat die Wiesn-Kellnerin Nadja Blochberger in einem Instagram-Video des Accounts „hippodrom_festzelt” verraten: „Ich hasse es, wenn Leute so ihren ganzen Müll in den leeren Maßkrug [stecken]”, erklärt sie.

Zwar würden es die Besucher nur nett meinen, indem sie den Tisch aufräumen, doch in Wahrheit würden sie den Kellnerinnen mit dieser Geste nur noch mehr Arbeit machen: „Weil ich bin diejenige, die dann alles einzeln wieder rauspflücken muss, bevor sie den Maßkrug in die Spülmaschine stellt.”

Verwendete Quellen: Chip, Instagram/hippodrom_festzelt