Sie ist objektophilSamt Hochzeit! Sandra ist unsterblich in eine Straßenbahn verliebt

Eine ungewöhnliche Liebe!
Sandra Rahm (44) aus Straßburg lebt seit sechs Jahren in einer ungewöhnlichen „Dreierbeziehung”, wie sie es selbst nennt – mit ihrem menschlichen Partner Thomas und mit einer Straßenbahn. Doch die starke Verbindung bringt für die Frau aus Frankreich auch Probleme mit sich.

Es geht um Spiritualität, nicht um Sex!
Sandra macht im Gespräch mit RTL klar: Es ist eine rein spirituelle Beziehung zwischen ihr und der Bahn mit der Nummer 3013, nichts Sexuelles. „Wir haben eine sehr starke Verbindung. Es ist nicht nur die Geschichte eines Objekts, es geht weiter, es ist wirklich eine Seele, die geboren wurde.”
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Angefangen hat alles im Corona-Sommer 2020 in Straßburg: Sandra nahm eine Straßenbahn. Das war die 3013. Sie sprach diese im Kopf an, bat die Bahn um ein Zeichen, falls diese wirklich eine Seele habe. Daraufhin sah sie ein intensives blaues Licht.
Sie beschreibt das Erlebnis als „zweite Geburt“ oder „Renaissance“ und fühlt sich seitdem stark mit der Bahn verbunden. Sandra fühlt sich mit 3013 körperlich gekoppelt. Ein Beispiel: Einmal wurden Steine auf die Bahn geworfen, parallel hatte sie Schmerzen im Rücken.

Ihre Liebe geht sogar noch weiter, es fand eine symbolische Hochzeit statt. Ein Straßenbahnfahrer, mit dem Sandra befreundet ist, leitete die inoffizielle Zeremonie an einer Endstation. Ihr Partner und ihre Mutter akzeptieren die Bahn-Beziehung. Einige Freunde und Teile des Umfelds haben sich dagegen abgewendet und sie als verrückt abgestempelt.
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„Mein Leben ist zur Hölle geworden, aber ...”
Nicht jeder begegnet Objektophilie – also die romantische oder sexuelle Anziehung zu unbelebten Gegenständen, wie es bei Sandra der Fall ist – mit Verständnis. Auf Social Media bekommt sie dafür viel Hass. Sandra sagt mit Blick darauf: „Mein Leben ist zur Hölle geworden, aber auf der anderen Seite habe ich etwas sehr Schönes.”
Sie macht deshalb trotz der Anfeindungen weiter: Sie postet Fotos und Liebeserklärungen an 3013, plant ein Buch und will ihre Geschichte offensiv erzählen. Mittlerweile arbeitet sie auch in der spirituellen Welt als Medium.
„Nur weil man eine Beziehung zu einem Objekt hat oder es eine solche Geschichte gibt, heißt das nicht, dass man verrückt oder nicht normal ist”, sagt sie. „Am Anfang tut das sehr weh, weil man sich sagt: Vielleicht sind wir zu anders, wir müssten in die Schablone der Gesellschaft passen. Aber es tut mir leid, das ist nicht mein Leben.”
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Instagram/rahm_citadis3013, 20Minuten
































