Hier ist dein bereinigter Text ohne Timecodes und mit korrigierten Fehlern:
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Brüchig, gesplittet, eingerissen – so sehen Pias und Sylvias Nägel ständig aus:
„Ja, so ein Nagelpflaster, so was wäre gar nicht schlecht. Wenn man irgendwas hätte, was das dann hält, dann können die auch weiterwachsen.“
Sylvia startet mit dem flüssigen Drogerieprodukt für 13 Euro, das in zwei Schichten aufgetragen werden soll. Dafür pinselt sie den Kleber auf die rissige Stelle und entlang des Nagelbetts, drückt den Riss – wie empfohlen – drei Minuten zusammen. Dann kommt eine zweite Schicht auf die gleiche Fläche. Beim eingerissenen Nagel nochmal das Gleiche. Nach knapp zehn Minuten Trockenzeit ihr bisheriger Eindruck:
„Also ich bin mir nicht so sicher, ob das halten wird. Ich habe das Gefühl, der Kleber ist nicht ganz so fest wie der Widerstand von dem abgerissenen Nagel, wenn der dann wieder nach oben gehen möchte.“
Nach den zehn Minuten ist der Nagel immer noch nicht ganz trocken. Pia legt schon mal mit einem Reparaturset aus dem Internet los. Ihr Set kostet rund 20 Euro und besteht aus drei Komponenten: Reparaturpuder, Kleber und Polierfeile.
„Also ich habe hier so einen Lack, den mache ich auf den Nagel drauf, und dann muss der Nagel direkt in dieses Puder rein. Anschließend kann man dann, nachdem es getrocknet ist, den Nagel feilen.“
Pias Nagel ist bis zur Mitte eingerissen. Um ihn zu retten, muss sie den Kleber auf den gesamten Nagel auftragen und dann zügig für fünf Sekunden ins Puder tauchen. Danach entfernt sie das überschüssige Puder und poliert mit der Feile.
„Es trocknet auch sehr schnell. Also es hält auf jeden Fall, was es verspricht, dass es den eingerissenen Nagel klebt. Aber es ist halt unheimlich schwer, das wieder vom Nagel abzubekommen. Und mit dieser mitgelieferten Feile geht es leider nicht. Also man müsste sich da wahrscheinlich eine extra Nagelfeile für feste Nägel kaufen.“
Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: Das Pulver versiegelt zwar den Riss, haftet aber unschön auf dem gesamten Nagel.
Das flüssige Pflaster hingegen dauerte zwar 20 Minuten, bis es vollständig getrocknet ist, bleibt dafür aber fast unsichtbar.
Aber halten die Nägel auch den Strapazen des Alltags stand? Der Endgegner für alle brüchigen Nägel: die Nylon-Strumpfhose!
„Er ist nach wie vor noch fest, der Nagel. Also wenn man drüberfährt, hat man zwar das Gefühl, dass man hängen bleibt, aber am Nagel selbst sieht man nichts. Der ist immer noch bombenfest.“
Bei Sylvia kommt leider schnell die Enttäuschung:
„Und jetzt ist auch der Nagel hier wieder abgeklappt. Den könnte ich jetzt wieder zurückschieben, aber der ist nicht mehr fest. Also der ist auf jeden Fall wieder ab.“
Am Daumen verabschiedet sich das abstehende Stück sogar komplett. Pias Pulvernagel lässt sich zumindest leicht mit Nagellack verstecken. Dann fällt kaum noch auf, dass er gefixt wurde. Sie will das Pulver in Zukunft weiter nutzen und es mit einer Profi-Feile versuchen.
Das flüssige Nagelpflaster hat leider nur kurz gehalten und fällt damit durch.