Venusverdeckung, Tagundnachtgleiche und mehrMond verschluckt Venus! Diese Spektakel am September-Himmel dürft ihr nicht verpassen

Die zu 16 Prozent sichtbare Mondsichel ist zusammen mit der Venus (am oberen Bildrand) am frühen Abendhimmel zu sehen.
Der Mond verschluckt im September den Planeten Venus.
Patrick Pleul/dpa

Im September lohnt sich der Blick nach oben gleich mehrfach!
Der Mond kommt der Erde vergleichsweise nah, verschluckt am helllichten Tag die Venus – und entfernt sich kurz darauf wieder um Zehntausende Kilometer. Wir verraten euch, wann ihr die Himmelsspektakel beobachten könnt.

6. September: Der Mond kommt der Erde beeindruckend nah

Jeden Monat umrundet der Mond die Erde und auf jeder dieser Umlaufbahnen ist er mal näher und mal weiter weg von der Erde. Im September erreicht der Mond sein sogenanntes Perigäum, also den erdnächsten Punkt seiner jeweiligen Umlaufbahn am Sonntag, den 6. September, um 22.42 Uhr. Dann liegen laut dem Astronomieportal Timeanddate zwischen dem Mittelpunkt der Erde und dem Mittelpunkt des Mondes rund 368.259 Kilometer. Zum Vergleich: Die mittlere Entfernung des Mondes zur Erde beträgt etwa 384.400 Kilometer.

Dennoch handelt es sich beim September-Perigäum nicht um die geringste Mondentfernung des gesamten Jahres. Diese wird mit 356.650 Kilometern pünktlich zu Weihnachten am 24. Dezember erreicht.

Der Mond kommt der Erde im September also vergleichsweise nah, aber nicht so nah wie beim erdnächsten Perigäum des Jahres. Das September-Event sollte auch nicht mit einem sogenannten Supermond verwechselt werden, denn dafür müsste das Perigäum zeitlich mit einem Vollmond zusammenfallen. Und der September-Vollmond steht erst deutlich später an.

14. September: Der Mond „verschluckt“ die Venus

Das wohl spektakulärste Himmelsereignis des Monats folgt am Montag, 14. September: Am helllichten Tag schiebt sich die Mondsichel aus unserer Perspektive direkt vor die Venus und verdeckt unseren Nachbarplaneten für mehr als eine Stunde. Laut den astronomischen Berechnungen von Himmelsuhr wird die Venusbedeckung für Mitteleuropa ungefähr zwischen 11.29 und 12.42 Uhr erwartet. Die genauen Zeiten unterscheiden sich je nach Standort.

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In Berlin verschwindet die Venus demnach beispielsweise gegen 11.37 Uhr hinter der Mondsichel und taucht gegen 12.42 Uhr wieder auf, in München dauert die Bedeckung ungefähr von 11.30 bis 12.41 Uhr.

Mit bloßem Auge dürfte das Schauspiel allerdings kaum zu erkennen sein. Und bei Fernglas oder Teleskop gilt besondere Vorsicht: Da die Sonne währenddessen ebenfalls am Himmel steht, darf auf keinen Fall ungeschützt in ihre Richtung geblickt werden.

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19. September: Der Mond erreicht seinen erdfernsten Punkt

Nur knapp zwei Wochen nach seiner größten Erdnähe hat sich das Bild komplett gedreht. Am Samstag, dem 19. September, erreicht der Mond sein Apogäum – also den erdfernsten Punkt seiner aktuellen Erdumlaufbahn.

Um 5 Uhr morgens liegen laut Timeanddate rund 404.221 Kilometer zwischen Erd- und Mondmittelpunkt. Damit ist der Mond zu diesem Zeitpunkt fast 36.000 Kilometer weiter von uns entfernt als beim Perigäum am 6. September.

23. September: Tag und Nacht sind fast gleich lang

Vier Tage später steht zwar nicht der Mond im Mittelpunkt, dafür findet ein anderes wichtiges astronomisches Ereignis statt: Am Mittwoch, dem 23. September, beginnt der Herbst auch offiziell aus astronomischer Sicht.

Wie Timeanddate zur Herbst-Tagundnachtgleiche angibt, überquert die Sonne um 2.05 Uhr den Himmelsäquator in Richtung Süden. Damit ist die Herbsttagundnachtgleiche erreicht. Bedeutet: Tag und Nacht sind zu dieser Zeit annähernd gleich lang. Anschließend werden die Nächte auf der Nordhalbkugel länger und die Tage wieder kürzer.

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Für Sternengucker ist das eine gute Nachricht: Mit den immer längeren Nächten wächst auch die Zeit, in der sich der Himmel beobachten lässt.

26. September: Vollmond leuchtet als „Erntemond“

Zum Abschluss des Monats gibt es noch einmal einen Klassiker am Himmel. Am Samstag, 26. September, ist Vollmond. Seinen Höhepunkt erreicht der September-Vollmond in diesem Jahr laut der Website Starwalk um 18.49 Uhr.

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Astrologin Phi Weber (@phi_weber) erklärte bereits in einem vergangenen RTL-Interview, woher Vollmonde ihre Namen haben: Die Namen der zwölf Vollmonde pro Jahr „wurden traditionell von unseren Vorfahren so gewählt, dass sie die jeweils typische Aktivität widerspiegeln, die zu dieser Zeit zu beobachten war.“

So liegt auch der Name des September-Vollmonds auf der Hand, schließlich hat gerade der Herbst begonnen und Landwirte befinden sich mitten in der Ernte.

Wer sich nur die wichtigsten Termine merken möchte: Am 6. September erreicht der Mond einen vergleichsweise erdnahen Punkt seiner Umlaufbahn, am 14. September bedeckt er die Venus, am 19. September erreicht er seine größte Entfernung des Monats, am 23. September beginnt astronomisch der Herbst und am 26. September steht der Vollmond am Himmel.

Verwendete Quelle: Timeanddate, Himmelsuhr, Starwalk, eigene RTL-Recherche