Alle Neuerungen auf einen BlickAlkoholverbot, Steuererklärung, Wahlen! Diese Änderungen bringt der September 2026

Änderungen im September
Im September erwarten uns einige Änderungen
imago/CHROMORANGE

Im September 2026 kommt einiges auf uns zu!
Der Monat bringt eine Reihe von Änderungen und Terminen, die Bürger in ganz Deutschland betreffen. Die Neuerungen erstrecken sich von politischen Wahlen über neue Regeln für Verbraucher bis hin zu Anpassungen im Alltag und bei der Steuer. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte.

Politik: Drei Bundesländer wählen neue Landtage

Der September wird politisch: Gleich drei Länder wählen einen neuen Landtag. Den Auftakt macht Sachsen-Anhalt am 6. September. Zwei Wochen später, am 20. September 2026, sind die Bürger in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Zur Unterstützung der Wahlentscheidung stellt die Bundeszentrale für politische Bildung den „Wahl-O-Mat” zur Verfügung, mit dem Wähler ihre politischen Positionen mit denen der Parteien vergleichen können.

Sicherheit: Warntag am 10. September

Nicht erschrecken! Am Donnerstag, 10. September, findet der bundesweite Warntag statt. Ab 11 Uhr wird in ganz Deutschland eine Probewarnung ausgelöst. Sie wird zeitversetzt an Warnkanäle wie Smartphones, Fernseher oder Radios gesendet. Teilnehmende Kommunen können zusätzlich Sirenen und weitere Warnmittel wie Lautsprecherwägen testen.

Gegen 11.45 Uhr wird über das Modulare Warnsystem, also zum Beispiel über Rundfunksender und Apps, wieder entwarnt. Der bundesweite Warntag findet jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September statt. Zum einen sollen damit bestehende Systeme getestet werden, zum anderen soll die Bevölkerung mit den Abläufen vertraut sein, um im Ernstfall besser reagieren zu können.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Alltag: Alkoholverbot an Bahnhöfen tritt in Kraft

Die Deutsche Bahn führt schrittweise ein Alkoholkonsumverbot an allen rund 5.400 Bahnhöfen ein. 30 Bahnhöfe sind bereits jetzt alkoholfrei, unter anderem Köln, München und Hamburg.

Zum 1. September kommen dann Berlin Hauptbahnhof, Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig dazu. Bis zum 15. Oktober soll die Regel bundesweit umgesetzt sein. Gastronomiebetriebe in den Bahnhöfen sind davon ausgenommen. Auch verschlossene alkoholische Getränke dürfen weiterhin mitgeführt werden. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einem Platzverweis rechnen, bei wiederholten Verstößen kann ein Hausverbot folgen.

„Zu oft mussten wir feststellen, dass dort, wo zu viel Alkohol fließt, auch die Gewalt zunimmt” erklärt DB-Chefin Evelyn Palla in einer Pressemitteilung dazu. „Wir meinen es ernst mit der Sicherheit. Es geht um den Schutz unserer Mitarbeitenden und Fahrgäste.“

Lese-Tipp: Die Bahn greift durch! Alkohol soll an allen Bahnhöfen verboten werden

Verbraucherschutz: Strengere Regeln und mehr Transparenz

Ab dem 27. September müssen Unternehmen, die mit Begriffen wie „umweltfreundlich” oder „klimaneutral” werben, diese Aussagen klar belegen können. Die neue Regelung, die auf einer EU-Richtlinie basiert, soll sogenanntes Greenwashing verhindern und Verbraucher vor irreführender Werbung schützen. Umweltaussagen müssen objektiv nachvollziehbar und durch unabhängige Sachverständige überprüfbar sein.

Nachhaltigkeitssiegel dürfen nur genutzt werden, wenn sie auf anerkannten Zertifizierungssystemen beruhen oder von staatlichen Stellen festgelegt wurden. Unternehmen, die bislang mit schwammigen grünen Versprechen gearbeitet haben, müssen ihre Kommunikation grundlegend überarbeiten – sonst drohen Abmahnungen und Schadenersatzforderungen.

Ebenfalls ab dem 27. September werden zwei neue, EU-weit einheitliche Labels für Händler verpflichtend, um die Rechte von Käufern zu stärken. Das „Gewährleistungslabel” informiert über den mindestens zweijährigen Anspruch auf kostenlose Reparatur oder Ersatz bei Mängeln – unabhängig davon, ob es eine zusätzliche Händlergarantie gibt. Bietet ein Hersteller eine darüber hinausgehende Haltbarkeitsgarantie an, muss dies durch ein „GARAN-Label” gekennzeichnet werden. Auf einen Blick erkennbar: Wie viele Jahre das Produkt funktionieren soll und dass der Hersteller bei einem Fehler kostenlos repariert oder ersetzt.

Video-Tipp: Das ändert sich 2026! Schufa-Score bald kostenlos einsehen – so einfach geht’s

Digitales: Schärfere Meldepflicht bei Sicherheitslücken

Durch den europäischen „Cyber Resilience Act” werden Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen wie Smartphones, Routern oder smarten Haushaltsgeräten stärker in die Pflicht genommen. Ab dem 11. September 2026 müssen sie aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken innerhalb von 24 Stunden an eine zentrale EU-Plattform melden. Für Verbraucher bedeutet das: Sicherheitsprobleme sollen schneller bekannt werden, und Nutzer erhalten eher Hinweise, wie sie reagieren sollten.

Zudem müssen ab dem 12. September neu auf den Markt gebrachte vernetzte Produkte so gestaltet sein („Access by Design”), dass Nutzer einfach und kostenlos auf die vom Gerät erzeugten Daten zugreifen können – entweder über das Gerät selbst oder über den Hersteller. Damit soll der Datenzugang von Anfang an in die Produktentwicklung integriert werden – und nicht erst später nachgerüstet werden.

Steuern: Erweiterte Beratung durch Lohnsteuerhilfevereine

Für viele Steuerpflichtige gibt es eine positive Nachricht: Lohnsteuerhilfevereine dürfen ab dem 1. September mehr Menschen beraten. Eine bisherige Einkommensgrenze für Mitglieder, die auch Einnahmen aus Vermietung, Verpachtung oder Kapitalvermögen haben, entfällt ersatzlos. Das Bundesfinanzministerium geht davon aus, dass dadurch rund 35.500 zusätzliche Steuerpflichtige die Dienste eines Lohnsteuerhilfevereins nutzen können. Laut Bundesregierung handelt es sich um die umfangreichste Reform des Steuerberatungsrechts seit 2008.

Lese-Tipp: Steuererklärung mit nur einem Klick – so funktioniert der neue Service!

Fernsehen: Abschied und Saisonstart

Im deutschen Fernsehen gibt es ebenfalls zwei markante Änderungen. Am 6. September wird die letzte Live-Ausgabe der langjährigen Volksmusik-Show „Immer wieder sonntags” mit Stefan Mross ausgestrahlt. Die Volksmusik-Sendung war rund 30 Jahre lang fester Bestandteil des Sonntagvormittags und zählte zu den beliebtesten Formaten im deutschen Fernsehen.

Streaming Tipp

Gleichzeitig können sich Football-Fans auf ein erweitertes Angebot freuen: RTL und Sky übertragen ab dem Start der neuen Saison die NFL mit mehr Live-Spielen. Den Auftakt macht das Spiel der New England Patriots gegen die Seattle Seahawks am 10. September um 2.20 Uhr deutscher Zeit. Wer American Football liebt, bekommt im September so viel Live-Action wie selten zuvor.

Der September 2026 bringt damit ein breites Paket an Änderungen: von strengeren Regeln für Unternehmen über mehr Hilfen für Steuerzahler und klarere Verbraucherrechte bis hin zu politischen Weichenstellungen und neuen TV-Angeboten. Für viele Bereiche des Alltags gilt: informieren lohnt sich – und zwar rechtzeitig vor Monatsbeginn.

Verwendete Quellen: T-Online, Nordbayern, dpa