Was haltet ihr davon? Männer oben ohne: Hot oder Flop?

Oben ohne durch die Stadt?
Drei junge Männer spazieren bei sommerlicher Hitze durch eine Fußgängerzone. Einer von ihnen ist oberkörperfrei, die anderen tragen helle T-Shirts.
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Im Sommer trifft man sie nicht nur im Freibad ...
Joggende Twens im Park, der schnelle Radfahrer an der Hauptstraße, der ältere Nachbar beim Gassigehen: Wenn es warm wird, ziehen manche Männer einfach ihr Shirt aus. Den einen gefällt das, andere finden das übergriffig. Wie denkt ihr darüber?

Eure Meinung interessiert uns:

„No Shirt, no Service”

Nicht nur auf der Straße oder im Park, auch im Internet gibt’s jede Menge #Shirtlessmen oder #shirtlessguys. Promis wie die Outdoor-Brüder Zac und Dylan Efron inszenieren sich dort gern mit freiem Oberkörper – etwa beim Golfspielen. Im Sport kann das Oberteil ausziehen außerdem ein Zeichen des Triumphs sein. Manche Profifußballer können es nicht lassen, sich das Trikot beim Torjubel abzustreifen – obwohl das verboten ist.

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Gleichzeitig gibt es einen Trend zur Awareness und zu Schutzräumen (safe spaces), in denen sich alle Menschen sicher vor Übergriffen oder Diskriminierung fühlen können sollen. Bei politisch bewussten Festivals oder Popkonzerten hat das etwa zu einer „No Shirt, no Service”-Kultur geführt. Sprich: Wer kein Shirt trägt, wird nicht bedient. Frauen können schließlich auch nicht so ohne weiteres oben ohne herumlaufen. Hintergrund ist auch die Überlegung, dass es für andere unangenehm sein kann, sich an schweißnassen Rücken und Bäuchen vorbeidrücken zu müssen. Aus Solidarität sollen deshalb auch Männer ihr T-Shirt einfach anbehalten.

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Modefreiheit vs Gender-Gap

„Der v-förmige und muskulöse Oberkörper mit flacher Brust ist neben dem Bart eines der körperlichen Merkmale, bei denen sich Männer und Frauen unterscheiden”, sagt die Psychologin Ada Borkenhagen. „Und für viele Frauen und auch Männer ist ein männlicher Oberkörper durchaus sexy.”

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Aktivistinnen und Aktivisten, die für geschlechtsneutrale Körper eintreten, sei ein entblößter Männer-Oberkörper aber ein Dorn im Auge. „Denn im Gegensatz zur weiblichen Brust, die in unserer Kultur ein sexualisiertes Geschlechtsmerkmal ist, darf die männliche Brust eben sehr viel freizügiger gezeigt werden”, so Borkenhagen. Bei nackten Oberkörpern bleibt also eine Geschlechterkluft. (abl/dpa)