Gar nicht so einfach, wie man meintAls Patchwork-Familie zusammen wachsen: Expertin erklärt, worauf es ankommt

Die Beziehung von Alessandra Meyer-Wölden (41) war nicht von langer Dauer: Im August hatte sie erstmals von ihrem neuen Freund Alexander Müller (38) gesprochen, zwei Wochen später folgte der erste gemeinsame Auftritt als Paar. Im November gab das Model jedoch die Trennung bekannt. - Stadler,Petra/ActionPress
Die Beziehung von Alessandra Meyer-Wölden (41) war nicht für die Ewigkeit bestimmt. Den Trennungsgrund kennen wir zwar nicht. Was wir jedoch wissen, ist, dass eine Patchwork-Familie ganz schön herausfordernd sein kann.
Stadler,Petra/ActionPress

Ihre Liebe ist vorbei!
Alessandra Meyer-Wölden und Alexander Müller sind getrennt. Dabei sollte ihr zweiter Anlauf doch für immer halten! Wie eine echte Patchworkfamilie eben. Doch genau das ist für eine Beziehung alles andere als leicht, wie eine Familientherapeutin erklärt.

Warum Patchworkfamilien oft eine Herausforderung sind

Im Juni 2024 werden Alessandra Meyer-Wölden und Unternehmer Alexander Müller ein Paar. Nach einem ersten Liebes-Aus wenige Monate später kommen die beiden schließlich doch wieder zusammen. Bis jetzt: Vor einigen Wochen hat die Moderatorin mit dem Unternehmer Schluss gemacht. Aus ihrem engsten Umfeld wird RTL die Trennung bestätigt. Das Liebes-Aus gibt auch Alessandra Meyer-Wöldens Management auf Bild-Anfrage bekannt. Die Folge: ein Aus für die gesamte Patchworkfamilie. Immerhin hat die 43-Jährige fünf und Alexander Müller drei Kinder.

Der Trennungsgrund ist nicht bekannt. Ob es an der Patchwork-Familienkonstellationen wie im Hause Meyer-Wölden/Müller lag? Gerade, wenn Kinder involviert sind, wird es schnell kompliziert, erklärt Familientherapeutin Katharina Grünewald im Onlineportal Psychologie Heute. Und auch weitere Mitglieder der Patchworkfamilie tragen zu möglichen Konflikten bei. „Ich unterscheide sechs Phasen der Patch­work-Liebe. Auf dem Weg von der ersten energetisierenden Verliebtheit in Phase eins hin zur selbstbewussten Patchwork-Liebe in Phase sechs sind allerdings einige Hürden zu nehmen.“

Nicht in jeder Patchworkfamilie geht es harmonisch zu
Nicht in jeder Patchworkfamilie geht es harmonisch zu (Symbolbild)
picture alliance / dpa-tmn | Zacharie Scheurer

Oft käme nach den ersten Unstimmigkeiten zwischen dem neuen Paar die Idee auf, dass ein gemeinsamer Alltag die Situation vereinfachen könne. Doch „das wäre ein Sprung von Phase zwei zu Phase fünf. Diese Abkürzung ist jedoch oftmals mitverantwortlich für die häufigen Trennungen.“ Katharina Grünewald empfiehlt, dass sich das Paar zunächst bewusst mit dem „Ich und dem Du“ auseinandersetzt. Daraus könne sich eine „tragfähige Version für das Wir“ entwickeln. Denn: „Wenn die Liebe gelingt, gelingt auch die Patchworkfamilie.“

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In „Patchwork“ ist das Wort „Arbeit“ enthalten

„Wenn man ein Patchwork-Paar ist, dann steckt das Wort ‚work‘, also ‚Arbeit‘, schon mit drin“, erklärt sie außerdem im stern. Als neuer Partner müsse man damit klarkommen, dass man nicht die Nummer eins ist. Eifersucht sei okay, aber auch eine klare Kommunikation sei nötig. „Je nachdem wie alt das Kind ist, kann ich dann auch sagen: Ich möchte auch Zeit mit deinem Papa oder deiner Mama verbringen, wie bekommen wir das hin.”

Wichtig sei aber auch Selbstliebe, betont die Familientherapeutin. „Man darf sich auf das konzentrieren, was man will und das dann kommunizieren.“ Man dürfe auf sich selbst blicken und sagen: Du bist gut, wie du bist, so Grünewald.

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Hilfreiche Tipps wie Patchwork im Alltag klappt

Damit es mit der neuen Patchworkfamilie klappt, müssen viele Aufgaben und Wünsche unter einen Hut gebracht werden, empfiehlt die Caritas. Die Organisation gibt folgende Tipps, damit das Zusammenleben funktioniert:

  • Geduld haben – so eine neue Familiensituation funktioniert nicht von heute auf morgen. Alle Beteiligten brauchen Zeit, um sich an das neue Konstrukt zu gewöhnen.

  • Nicht versuchen, Vater oder Mutter zu ersetzen – eine Rollenfindung benötigt Zeit. Leben die Kinder mit im Haushalt, müssen gemeinsame Regeln für das Zusammenleben festgelegt werden.

  • Rollen in der Erziehung klären – ein absolutes Minenfeld, denn fühlen sich die Kinder des Partners bevormundet, reagieren sie schnell mit Ablehnung. Regelmäßige Familienkonferenzen können helfen, Dinge mit den Kindern gemeinsam zu besprechen.

  • Zeit zu zweit – das gilt sowohl für das Kind mit seinem leiblichen Elternteil, als auch für das neue Paar.

  • Sich beraten lassen – hat man das Gefühl, nicht weiterzukommen, sind Beratungsstellen oder psychologische Hilfe sinnvoll

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Ein neues Familienkonstrukt funktioniert nur selten auf Anhieb, betont die Caritas zudem. Manchmal können mehrere Jahre vergehen, bis sich alles eingespielt hat. Ein gutes Verhältnis zu den Patchwork-Kindern aufzubauen, erfordert viel Kraft.

Inwiefern das bei Alessandra Meyer-Wölden und Alexander Müller geklappt hat, ist unklar. Ebenso wie der Grund fürs Liebes-Aus. Weder die 43-Jährige noch Alexander Müller haben sich bisher zu der Trennung offiziell geäußert. Sie wolle sich nun voll auf berufliche Ziele konzentrieren, ihr Leben in eine neue Richtung lenken, heißt es lediglich von Alessandra Meyer-Wöldens Management auf Bild-Anfrage

Verwendete Quellen: Caritas, Psychologie Heute, Stern und Bild