Neue Betrugsmasche im Netz Mysteriöser Termin im Handy-Kalender? Warum ihr jetzt genau hinschauen solltet

Dahinter lauert eine Falle!
Ein unbekannter Termin taucht plötzlich im digitalen Kalender auf. Wer wissen will, was dahintersteckt, klickt auf den hinterlegten Link. Doch genau darauf haben es Betrüger abgesehen! Sicherheitsexperten warnen jetzt vor einer Masche, die sich rasant ausbreitet.
Kalender-Betrug: Kriminelle schleusen falsche Termine ein
Ein wichtiges Meeting, eine angeblich offene Zahlung oder eine Erinnerung an ein auslaufendes Abo: Plötzlich erscheint ein Termin im digitalen Kalender, den man selbst gar nicht eingetragen hat. Dahinter könnte eine neue Betrugsmasche stecken!
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Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, nutzen Kriminelle zunehmend digitale Kalender, um an Passwörter und persönliche Daten zu gelangen. Der IT-Sicherheitsexperte Luke Wescott vom Unternehmen Sublime Security warnt vor einem starken Anstieg dieser sogenannten Kalender-Phishing-Angriffe. Sein Unternehmen beobachte sogar ein exponentielles Wachstum. Das Tückische: Die Betrüger müssen dafür nicht einmal direkten Zugriff auf den Kalender ihrer Opfer haben
Google Kalender und andere Dienste können Einladungen automatisch übernehmen
Die Masche beginnt häufig mit einer einfachen E-Mail. Betrüger verschicken eine Termineinladung an eine private oder berufliche Adresse. Je nach Kalendereinstellung erscheint der Eintrag anschließend automatisch im Kalender – selbst dann, wenn die Nachricht ungelesen im Spam-Ordner landet. Das macht den Trick besonders gefährlich. Denn während viele Menschen bei unbekannten E-Mails inzwischen misstrauisch werden, wirken Einträge im eigenen Kalender oft glaubwürdiger.
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Teilweise nutzen die Kriminellen sogar echte Plattformen wie Zoom, um ihre Einladungen zu verschicken. Dadurch können die falschen Termine besonders seriös aussehen und sind selbst für moderne Sicherheitsprogramme schwer zu erkennen.
Gefälschte PayPal-Warnung soll Opfer in die Falle locken
Die Betrüger setzen auf unterschiedliche Vorwände. Mal kündigt ein Kalendereintrag eine angeblich neue Sprachnachricht an, mal warnt er vor verdächtigen PayPal-Aktivitäten. In anderen Fällen geht es um eine bevorstehende Abbuchung oder die automatische Verlängerung eines Abonnements. Wer den Eintrag öffnet, findet häufig einen Link oder eine Telefonnummer. Genau hier beginnt die eigentliche Falle: Der Link führt beispielsweise zu einer gefälschten Anmeldeseite von Google, Microsoft oder PayPal. Dort sollen die Opfer ihre Zugangsdaten eingeben.
Alternativ werden sie aufgefordert, eine vermeintliche Support-Hotline anzurufen, um eine angeblich bevorstehende Zahlung zu stoppen. Tatsächlich existiert diese Abbuchung möglicherweise überhaupt nicht. Gestohlene Zugangsdaten können die Kriminellen anschließend für weitere Betrugsversuche nutzen oder weiterverkaufen.
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So schützt ihr euch vor der Betrugsmasche im Kalender
Die gute Nachricht: Ein unbekannter Kalendereintrag allein bedeutet noch nicht, dass Betrüger Zugriff auf persönliche Daten haben. Sicherheitsexperten empfehlen deshalb, bei unerwarteten Termineinladungen besonders vorsichtig zu sein. Diese Maßnahmen können helfen:
Keine Links oder Telefonnummern aus verdächtigen Kalendereinträgen verwenden,
in Google Kalender die Einstellungen für automatische Termineinladungen überprüfen und gegebenenfalls einschränken.
Unbekannte Einladungen als Spam melden oder löschen,
verdächtige Einladungen möglichst nicht ausdrücklich ablehnen. Dadurch könnten Betrüger erfahren, dass die E-Mail-Adresse tatsächlich genutzt wird.
Gefährlich wird es vor allem dann, wenn Betroffene auf verdächtige Links klicken, Zugangsdaten eingeben oder die angegebene Telefonnummer anrufen. Wer plötzlich einen unbekannten Termin in seinem Kalender entdeckt, sollte also nicht vorschnell reagieren. Hinter einer harmlos wirkenden Erinnerung könnte sich ein Versuch verbergen, Passwörter oder andere sensible Daten abzugreifen. (anr)
Verwendete Quelle: The Guardian


