Pishing auch per PostMann (63) um fünfstellige Summe betrogen, weil er QR-Code in Brief gescannt hat

Briefkästen in einem Hausflur
Online-Betrug kann auch im Briefkasten beginnen (Symbolfoto)
picture alliance / Caro / Baertels
von Philipp Petersdorff

Der Brief sieht aus, als käme er von der eigenen Bank.
Doch dahinter stecken Betrüger. Ein 63-Jähriger aus Krefeld scannt den darin abgedruckten QR-Code und verliert anschließend einen fünfstelligen Geldbetrag. Die Polizei ermittelt.

Gefälschtes Bankschreiben fordert zur Verifizierung auf

Am Dienstag (15. September) findet der Krefelder den vermeintlichen Brief seiner Bank im Briefkasten. Darin wird er aufgefordert, sein Bankkonto zu verifizieren. Andernfalls, so die Drohung, verliere er den Zugriff darauf. Der 63-Jährige scannt wie verlangt den QR-Code in dem Brief mit seinem Smartphone. Dieser führt ihn auf eine Internetseite, auf der er seine Zugangsdaten eingibt.

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Kurz darauf klingelt sein Telefon. Eine Frau gibt sich laut Polizei als Mitarbeiterin seiner Bank aus und bringt den Mann dazu, mehrere Überweisungen vorzunehmen. Angeblich werde sie diese direkt wieder stornieren. Während des Telefonats treffen mehrere SMS ein. Sie sollen dem 63-Jährigen vorgaukeln, dass die Überweisungen tatsächlich rückgängig gemacht werden.
Doch das Geld ist nicht zurück. Insgesamt überweist der Mann laut Polizei einen fünfstelligen Betrag.

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Die Gefahr lauert auch im Briefkasten

Erst später am Tag wird er misstrauisch und wendet sich an die Polizei. Die Kriminalpolizei Krefeld hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese Vorgehensweise kommt nach der Erfahrung der Polizei zwar nur selten vor. Der aktuelle Fall zeigt aber, dass solche Betrugsmaschen nicht zwangsläufig per E-Mail oder Messenger beginnen, sondern auch ganz klassisch auf dem Postweg. Deshalb sollte man bei ungewöhnlichen Bankbriefen sehr genau hinsehen und im Zweifelsfall bei der Bank anrufen – aber nicht die Nummer, die auf dem Brief steht.

Verwendete Quelle: Polizei Krefeld