Lieblingsstück in Form haltenWollpullover richtig waschen: Was gegen Einlaufen und Pilling hilft

Falsche Pflege kann den Lieblingspullover schnell ruinieren. Hitze, Reibung und das falsche Waschmittel lassen die Fasern verfilzen oder einlaufen. Mit der richtigen Waschtechnik und etwas Geduld bleibt das gute Stück jahrelang in Form.
Wolle hält warm, ist atmungsaktiv und kann bei richtiger Pflege jahrelang schön bleiben. Beim Waschen ist allerdings Vorsicht geboten: Zu viel Wärme, Reibung oder ein falsches Waschmittel können dazu führen, dass der Lieblingspullover einläuft oder verfilzt. Wer diese Tipps beachtet, muss seinen Wollpullover nicht nach wenigen Wintern aussortieren.
Das Pflegeetikett ist entscheidend
Vor dem Waschen lohnt sich ein Blick auf das Pflegeetikett. Nicht jeder Wollpullover darf in die Waschmaschine. Steht dort "Handwäsche", sollte man sich auch daran halten. Ist ein Woll- oder Handwaschprogramm angegeben, kann der Pullover in der Maschine gewaschen werden - am besten bei maximal 30 Grad und mit möglichst niedriger Schleuderzahl.
Wichtig ist außerdem, den Pullover auf links zu drehen und die Trommel nicht zu voll zu beladen. So wird die Reibung reduziert, die unter anderem Pilling begünstigen kann.
Das richtige Waschmittel verwenden
Für Wolle sollte spezielles Wollwaschmittel verwendet werden. Herkömmliche Voll- oder Universalwaschmittel sind meist nicht geeignet, weil ihre Inhaltsstoffe die empfindlichen Wollfasern angreifen können. Auch auf Weichspüler sollte man verzichten.
Wolle muss außerdem nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Häufig reicht es, den Pullover auszulüften. Das schont die Fasern und verlängert seine Lebensdauer.
Warum Wolle einläuft
Besonders problematisch sind Hitze und starke Bewegung. Wird Wolle heiß gewaschen und dabei kräftig bewegt, können sich die Fasern verhaken - der Pullover verfilzt und wird kleiner. Deshalb sollte auch beim Handwaschen nicht gerubbelt oder ausgewrungen werden.
Nach dem Waschen das Wasser vorsichtig ausdrücken und den Pullover am besten in ein Handtuch rollen, um überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen. Anschließend liegend in Form trocknen. Auf einem Bügel kann sich das nasse Kleidungsstück verziehen.
Was hilft gegen Pilling?
Kleine Knötchen entstehen vor allem durch Reibung, beispielsweise an den Ärmeln oder unter den Armen. Ganz verhindern lässt sich Pilling bei vielen Wollqualitäten nicht. Die Knötchen sollten aber nicht einfach herausgezogen werden. Besser lassen sie sich vorsichtig mit einem Wollkamm oder Fusselrasierer entfernen.
Auch beim Tragen kann man Reibung reduzieren: Eine raue Tasche oder ein Rucksack, der ständig über denselben Bereich des Pullovers reibt, kann die Knötchenbildung verstärken.
(ncz/spot)


