Wie Künstliche Intelligenz Patientinnen im Kampf gegen Eierstockkrebs helfen sollLeichte Bauchschmerzen entpuppten sich bei Fiona als Eierstock-Krebs im vierten Stadium

von Gudrun Harms, Laurien Weinbrenner und Denise Gatzweiler

Eierstockkrebs ist tückisch – und genau das macht ihn so gefährlich.
Bei Manchen ist es nur ein aufgeblähter Bauch, der nicht weggehen will, andere müssen einfach öfter auf die Toilette: Die Symptome von Eierstockkrebs können sehr unspezifisch sein. Nur wenige Frauen wissen, worauf sie achten sollten, und eine zuverlässige Vorsorge gibt es bislang nicht. Deswegen wird Eierstockkrebs oft viel zu spät entdeckt. Mithilfe Künstlicher Intelligenz versuchen Ärztinnen und Ärzte jetzt, die Überlebenschancen erkrankter Frauen zu erhöhen. Wie das funktionieren soll, seht ihr im Video.

Fiona Barve hält Eierstockkrebs-Symptome zunächst für Wechseljahresbeschwerden

Ein leichter Schmerz im Bauch. Mehr ist es am Anfang nicht. Fiona Barve hält diese Symptome vor neun Jahren zunächst für Wechseljahresbeschwerden. Doch wenig später bekommt sie eine Diagnose, die ihr den Boden unter den Füßen wegreißt: Eierstockkrebs im vierten Stadium. „Ich habe innerhalb von sechs Wochen erfahren, dass ich Krebs im Stadium vier hatte. Und das alles aufgrund eines ganz leichten, kaum spürbaren Schmerzes, was ich ziemlich schockierend finde.” Besonders tückisch: Eierstockkrebs-Symptome wirken häufig unscheinbar. Dazu können Blähungen, häufiger Harndrang oder leichte Schmerzen gehören.

Lese-Tipp: Warum Eierstockkrebs oft zu spät erkannt wird 

Für Fiona beginnt eine schwere Zeit. Ihre Tochter war damals erst 14. „Es ist hart, aber ich bin immer noch hier”, sagt die Lehrerin. Drei Jahre lang gilt sie als krebsfrei. Dann kommt die Krankheit zurück, wie übrigens bei 60 bis 80 Prozent aller Patientinnen. Das liegt unter anderem daran, dass der Krebs in den meisten Fällen erst spät entdeckt wird und sich schon im Körper ausgebreitet hat.

Wie Künstliche Intelligenz Patientinnen wie Fiona im Kampf gegen Eierstockkrebs helfen soll

Ein internationales Forschungsteam aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien will die Behandlung nun verbessern. Dafür werden über Jahre Tumorproben, Immunreaktionen, genetische Faktoren und weitere Daten in einer großen Datenbank gesammelt. Die Hoffnung: Durch KI soll die beste Behandlung für jede Patientin identifiziert und unwirksame Therapien samt unnötigen Nebenwirkungen ausgeschlossen werden. Auch Fiona Barve unterstützt das Projekt. Alle Details gibt es oben im Video.

Verwendete Quelle: Eigene RTL-Recherche