Vorsicht im Sommer! Augenärzte warnen vor unsichtbarer Gefahr im Wasser

Viele machen diesen Fehler beim Baden – mit gefährlichen Folgen!
Kontaktlinsenträger möchten auch beim Schwimmen nicht auf eine klare Sicht verzichten. Doch genau das kann zum Problem werden. Augenärzte raten dringend davon ab, mit Kontaktlinsen in Seen, Flüssen oder im Meer baden zu gehen. Der Grund: Es droht eine seltene, aber schwerwiegende Infektion der Hornhaut.
Amöben können das Auge angreifen
Auslöser sind sogenannte Akanthamöben. Die mikroskopisch kleinen Einzeller kommen weltweit in natürlichen Gewässern, aber auch im Leitungswasser vor. Gelangen sie auf eine Kontaktlinse, können sie sich dort festsetzen. Bereits kleinste Verletzungen der Hornhaut reichen aus, damit die Erreger ins Auge eindringen und eine Entzündung auslösen.
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Die Folgen können gravierend sein: Betroffene leiden häufig unter starken Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit, tränenden Augen, verschwommenem Sehen und einem ausgeprägten Fremdkörpergefühl. In schweren Fällen kann die Hornhaut dauerhaft geschädigt werden. Manchmal ist sogar eine Hornhauttransplantation notwendig.
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So schützt ihr eure Augen
Fachleute empfehlen deshalb, Kontaktlinsen vor dem Schwimmen grundsätzlich herauszunehmen. Wer auf eine Sehhilfe angewiesen ist, kann stattdessen Tageslinsen verwenden – diese sollten nach dem Baden allerdings sofort entsorgt werden. Zusätzlich bietet eine gut sitzende Schwimmbrille Schutz, sofern sie verhindert, dass Wasser an die Augen gelangt. Eine weitere Möglichkeit sind Schwimmbrillen mit Sehstärke.
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Nicht nur beim Baden, auch im Alltag spielt die richtige Pflege der Kontaktlinsen eine wichtige Rolle. Experten raten dazu, den Aufbewahrungsbehälter regelmäßig zu reinigen, vollständig trocknen zu lassen und in bestimmten Abständen auszutauschen. Kontaktlinsen sollten außerdem niemals mit Leitungswasser abgespült oder darin aufbewahrt werden. Stattdessen sollten ausschließlich spezielle Pflegelösungen verwendet werden.
Verwendete Quellen: dpa, t-online.de


