Gewohnheiten, die dem Herzen guttunVon Liebe über Schlaf bis hin zu Weißdorn – 10 Dinge, die euer Herz im Alltag stärken können

Unser Herz ist ein echtes Kraftpaket.
Es arbeitet rund um die Uhr, Tag für Tag, ein Leben lang. Grund genug, ihm im Alltag ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, oder? Denn vieles, was wir täglich tun – von Bewegung über Ernährung bis hin zu Schlaf und Stress – wirkt sich direkt auf unsere Herzgesundheit aus. Die gute Nachricht: Schon mit kleinen, machbaren Veränderungen in den unterschiedlichsten Bereichen lässt sich das Herz spürbar stärken. Welche das sein können, lest ihr hier.
1. „Bewegung ist das wirksamste ,Medikament’ fürs Herz”
„Das Herz ist kein isoliertes Organ. Es reagiert auf alles, was wir tun, denken und fühlen. Wer sein Herz schützen will, muss deshalb mehrere Bereiche im Blick behalten”, betont Arzt und Medizinjournalist Dr. Specht im Gespräch mit RTL.

Ein wichtiger Bereich: die Bewegung. Laut Dr. Specht „das wirksamste ,Medikament’ fürs Herz”, wobei Regelmäßigkeit stets vor Intensität steht. In anderen Worten: lieber regelmäßig moderat als selten extrem.
„Schon tägliches zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen verbessert die Durchblutung, senkt den Blutdruck und entlastet das Herz”, so Dr. Specht. Ein Spaziergang in der Mittagspause, eine kurze Fahrradfahrt zum Supermarkt oder die Treppe statt Aufzug - jeder kleine Schritt Zählt.
2. Der Umgang mit Stress
Wir müssen ehrlich sein: Stress gänzlich vermeiden? Das ist nahezu unmöglich. Denn Leben ist immer auch mit Stress – in unterschiedlichsten Formen – verbunden. Entscheidend ist laut Dr. Specht daher der Umgang mit Stress: „Dauerstress treibt Puls und Bluthochdruck nach oben. Entstpannungstechniken, Spaziergänge oder einfach bewusste Pausen wirken hier wie ein Schutzschild.”
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Doch auch der nächste Punkt kann helfen, Stress zu senken.
3. Was das Herz höher schlagen lässt – im positiven Sinne
Sie klingen nach weichen Faktoren und sind schlecht messbar, „aber tausendfach bewiesen”, so Dr. Specht über die nächste Kategorie. Wovon die Rede ist? Liebe, soziale Bindungen und Humor. „Sie senken Stresshormone, stabilisieren den Kreislauf und stärken das Immunsystem.” Hierzu zählen übrigens auch rein platonische Beziehungen zu Freunden, Familie und Haustieren.
4. Rauchen ist Gift fürs Herz
„Es gibt so viele Möglichkeiten, dass unsere Organe im Laufe des Lebens Schaden nehmen. Und zwar ohne, dass wir selbst daran Schuld wären. Da sollten wir nun wirklich nicht auch noch selbst dazu beitragen und z.B. rauchen”, erklärt Dr. Specht. Denn es verengt die Gefäße, fördert Ablagerungen und erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt erheblich. „Und das sind nur die Schäden am Herz-Kreislaufsystem.”
5. Übermäßiger Alkoholkonsum sollte vermieden werden

Dann wäre da noch der Alkohol. Hierzu erläutert Dr. Specht: „Ein gelegentliches Glas ist für viele bezogen auf das Herz unproblematisch.” Doch regelmäßiger oder hoher Konsum schade dem Herzmuskel.
6. Was dem Herzen schmeckt
Auch in der Küche lässt sich das Herz auf gewisse Weise stärken. Insbesondere dann, wenn man bedacht mit gewissen Lebensmitteln umgeht. Bei Fetten gilt beispielswiese: Qualität vor Menge. Statt stark verarbeiteten Fetten sollte man auf pflanzliche Öle setzen. Auch die Reduktion von Kohlenhydraten und Zucker hilft, denn: „Übergewicht schadet dem Herz”, so Dr. Specht. Was das Herz dagegen liebt:
Gemüse, Obst
Vollkornprodukte
Hülsenfrüchte
Fisch
„Daran sieht man: Das, was man isst, sollte möglichst naturbelassen statt industriell verarbeitet sein.”
7. Bei diesem Gewürz ist weniger oft mehr
Was wäre eine Mahlzeit ohne Salz? Aber Obacht: Zu viel Salz kann den Blutdruck erhöhen. Keine Sorge, ihr müsst darauf beim Kochen nicht verzichten. Denn das meiste Salz nehmen wir nicht mit dem Salzstreuer auf, sondern in verarbeiteten Lebensmitteln. „Quasi alles, was verpackt ist, enthält auch Salz – zum Teil in erheblichen Mengen. Jede Fertigpizza, jedes Fertiggericht, fast jede Sauce. In Wurst, Snacks – überall ist eine Menge Salz drin”, so Dr. Specht. Wo wir wieder beim zuvor erwähnten Punkt sind: Um Salz zu reduzieren, hilft es bereits, die Anzahl an industriell verarbeiteten Gerichten zu senken.
8. Weißdorn – eine klassische Heilpflanze für das Herz
Es gibt auch eine Reihe von Mitteln mit pflanzlichem Hintergrund, die dem Herz guttun können. Ein Beispiel aus dieser Kategorie: der Weißdorn. Er kann die Durchblutung des Herzmuskels verbessern, die Herzleistung sanft unterstützen und wird daher oft bei leichter Herzschwäche eingesetzt.
Dazu ein wichtiger Hinweis von Dr. Specht: Heilpflanzen sollten nicht als Ersatz für verschreibungspflichtige Medikamente verwendet werden. Außerdem gelten sie nicht als Ersatz oder Alternative für einen gesunden Lebensstil – denn dieser steht für unsere Herzgesundheit an erster Stelle.
9. Oft unterschätzt: der gesunde Schlaf
Apropos gesunder Lebensstil. Auch mitten in der Nacht können wir unserem Herzen etwas Gutes tun – und zwar mit ausreichend Schlaf. Ideal sind laut Dr. Specht sieben bis acht Stunden. Wer regelmäßig deutlich weniger Schlaf hat, belastet sein Herz. Denn darauf reagiert es ähnlich, wie auf Stress.
Die Tipps des Mediziners: „Schlafrituale einführen, keine Mediennutzung im Bett, nur noch stark gedämpftes Licht am Abend, mehr Orientierung am natürlichen Tages- und Nachtrhythmus, Entspannungstechniken, viel Tageslicht am Morgen in den Stunden vor 10 Uhr.”
10. Hobbies fürs Herz
Auch in der Freizeit kann man das Herz – quasi nebenbei – stärken. Sportliche Freizeitaktivitäten, wie beispielsweise Schwimmen, Tanzen oder Wandern steigern die Herzfrequenz auf eine gesunde Weise und können so den Herzmuskel stärken. Doch es muss nicht immer sportlich sein. Denn auch sogenannte „Slow-Hobbies“ helfen dem Herzen – nämlich in Sachen Stressabbau. So kann Malen, Musizieren oder Stricken beruhigen und den Blutdruck senken. Und auch Gesang ist gesund, wie Forscher der schwedischen Universität Göteburg herausfanden. Es bringt den Kreislauf in Schwung und verstärkt die Atmung – ein positiver Effekt für das Herz-Kreislauf-System.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Deutsche Herzstiftung, Uniklinik Freiburg, AOK Gesundheitsmagazin





























































