Nur wenige Betroffene kommen für die Behandlung infrageBotox gegen Zähneknirschen – Birgit will endlich wieder schmerzfrei leben

von Henrike Laing, Ricarda Thurow-Hartmann und Jana Kerzmann

Nervengift als letzter Ausweg!
Birgit Wrobel leidet seit Jahren unter den Folgen von Zähneknirschen – bisher half kein Therapie-Ansatz. Das soll sich jetzt aber ändern: mit Botox. RTL hat die 67-Jährige bei der Behandlung begleitet und mit der Zahnärztin Dr. Harmide Farshi gesprochen. Ob das Nervengift Birgits Schmerzen wirklich lindern kann und für wen eine Botox-Behandlung überhaupt geeignet ist, erfahrt ihr im Video oben.

Birgit will ihr Zähneknirschen mit Botox stoppen

Jeder dritte Erwachsene knirscht mit den Zähnen – so auch Rentnerin Birgit Wrobel. „Es ist so mittlerweile, dass ich es schaffe, eine Krone durchzubeißen, eine Spange durchzubeißen und nachts halt auch davon wach werde”, erklärt die 67-Jährige im RTL-Gespräch. Die Folgen des Zähneknirschens begleiten sie Tag und Nacht: Birgit leidet unter Nackenverspannungen und Kopfschmerzen. Gegen den Automatismus kommt sie einfach nicht an.

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Helfen soll der Rentnerin nun Botox. Das Nervengift reduziert die Muskelaktivität, also das unbewusste Aufeinanderpressen von Ober- und Unterkiefer. Dadurch entspannen sich die Kaumuskeln, was Schmerzen und Verspannungen lindern soll.

Die Behandlung übernimmt Dr. Harmide Farshi. Die Zahnärztin begleitet Birgit bereits einige Jahre. Bei dem Termin wird der niedrig dosierte Wirkstoff in den Muskel an jeder Wange injiziert. Die Kosten für die Injektion liegen zwischen 300 und 350 Euro – es können allerdings bis zu vier Sitzungen nötig sein. Ob sich die erste Investition für Birgit bereits gelohnt hat?

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Botox gegen Zähneknirschen! Wie steht es um Birgits Schmerzen?

Die Botox-Behandlung von Birgit Wrobel ist nun zwei Wochen her und es steht ein Besuch bei Dr. Harmide Farshi an. Erste Besserungen und Zeichen der Entspannung sollen bereits nach drei bis sieben Tagen eintreten. Die volle Botox-Wirkung sei jedoch erst nach zwei Wochen zu spüren.

Rentnerin Birgit kann bereits von ersten positiven Effekten sprechen: „Die Wirkung ist schon eine Erleichterung – vor allen Dingen nachts. Der Druck ist nicht mehr so groß und tagsüber merke ich das auch, obwohl ich trotzdem immer noch versuche, zu beißen, und merke, was für eine Kraft dahintersteckt.“

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Für die 67-Jährige war die erste Sitzung ein Erfolg. Um zukünftig schmerzfrei zu leben, wünscht sie die Behandlung in jedem Fall fortzuführen. Birgits Fall beweist, dass Botox ein Mittel gegen das Zähneknirschen sein kann. Allerdings betont Zahnärztin Dr. Harmide Farshi, dass sich das Nervengift nicht für jeden Betroffenen eignet – lediglich für zwei Prozent der Bevölkerung. Wann Botox eine Option ist, erfahrt ihr im Video oben.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche