Neue Regelung ab 1. AprilSpritpreisbremse tritt in Kraft! Wann tanke ich jetzt am günstigsten?

von Michael Statz, Zoé Gleisberg und Jan Luhrenberg

Endlich gilt die neue Tankpreis-Regel!
Viele Autofahrerinnen und Autofahrer haben schon sehnlich auf den 1. April gewartet. Dann dürfen Tankstellen die Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöhen, nämlich genau um 12 Uhr. Wir erklären, wie ihr jetzt an der Zapfsäule so günstig wie möglich bleibt. Mehr dazu im Video.

„Er sollte eigentlich am nächsten Vormittag am günstigsten sein”

Nach 12 Uhr sind nach der neuen Spritpreisbremse nur noch Preissenkungen möglich. Das bedeutet für uns als Verbraucher: lieber länger mit dem Tanken warten! Das vermuten die Experten.

Lese-Tipp: Wird 12 Uhr zur Teuer-Falle? Dann drehen Tankstellen am Spritpreis

Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband e.V. sagt im RTL-Interview: „Der Preis muss ja, wenn der Preiskampf funktioniert, den ganzen Tag nach 12 Uhr immer weiter heruntergehen, die ganze Nacht immer weiter heruntergehen. Und er sollte eigentlich am nächsten Vormittag am günstigsten sein.”

Auch Klaus Schmidt, Professor für Volkswirtschaftslehre, glaubt, dass die Mineralölkonzerne mittags mit höhreren Preisen anfangen, die dann langsam gesenkt werden. Doch wird es dann tatsächlich günstiger als vorher? Ungewiss! Schmidt zu RTL: „Meine Befürchtung ist, dass die Mineralölkonzerne diese Möglichkeit nutzen werden, um die Preise auf einem relativ hohen Niveau zu stabilisieren.”

Tanken im Ausland: Das sollten Urlauber jetzt wissen

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Kosten für Sprit vor Preisbremse auf Höchststand

Benzin und Diesel sind unterdessen kurz vor dem Inkrafttreten des Maßnahmenpakets der Bundesregierung noch einmal teurer geworden. Der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Super E10 kletterte nach Berechnung des ADAC am Montag (30. März) um knapp einen Cent auf 2,087 Euro je Liter, den bisher höchsten Stand in diesem Jahr. Diesel kostete 2,295 Euro, 1,2 Cent mehr als am Sonntag. Am Dienstag (31. März) lagen die morgendlichen Preisspitzen dann noch einmal etwas höher, mit 2,159 Euro für Super E10 und 2,368 Euro für Diesel.

In der vergangenen Woche hatten die Spritpreise zwischenzeitlich etwas nachgegeben, eine Trendwende war das aber nach derzeitigem Stand nicht. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar sind die Tagesdurchschnittspreise stark gestiegen: Diesel kostete am Montag knapp 55 Cent mehr als vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran. Super E10 war knapp 31 Cent teurer. (mit dpa)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, DPA