Stiftung Warentest macht erstaunlichen Preis-CheckO-Weia! O-Saft inzwischen bis zu 54 Prozent teurer – daran liegt’s!

Orangensaft wird in ein Glas gegossen, im Hintergrund Orangen
Warum ist O-Saft mittlerweile so teuer?
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Luxus im Glas!
Ein ausgedehntes Frühstück, dazu ein paar flüssige Vitamine – lecker! Nur leider auch ziemlich teuer: In den letzten Jahren sind die Preise für Orangensaft teils dramatisch gestiegen. Aber warum eigentlich?

Saftig! Preisanstieg bei Eigenmarken am größten

Stiftung Warentest hat zuletzt im Oktober 2023 die Qualität von Orangensaft geprüft. 20 der damals 27 getesteten Produkte sind auch heute noch erhältlich, manche allerdings mit verändertem Namen. Was sich bei allen geändert hat, ist der Preis.

Ausgerechnet bei den günstigeren Eigenmarken ist der Anstieg besonders heftig. Vier dieser Säfte vom Discounter oder Supermarkt kosten heute (Stand Februar 2026) 54 Prozent mehr als noch vor zweieinhalb Jahren. Das sind pro Liter jeweils 70 Cent mehr – früher waren es 1,29 Euro pro Liter, jetzt sind es 1,99 Euro:

  • Rio D´Oro Orangensaft von Aldi Nord

  • Gut & Günstig Orange von Edeka

  • Fruchtstern Orangensaft von Netto Marken-Discount

  • Ja! Orangensaft von Rewe

Trotzdem ist der O-Saft dieser Anbieter nach wie vor der günstigste im Warentest-Vergleich.

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Hohes C kostet 70 Cent mehr

Auch klassische Marken haben im Vergleich zu Herbst 2023 ordentlich aufgeschlagen. Sie kosten mittlerweile mindestens 2,49 Euro pro Liter, was pro Liter 50 bis 80 Cent mehr sind:

  • Amecke Sanfte Säfte Orange: plus 40 Prozent (von 1,99 Euro auf 2,79 Euro pro Liter)

  • Hohes C, Klassik 100 % Orange mit Acerola: plus 39 Prozent (von 1,79 Euro auf 2,49 Euro pro Liter)

  • Valensina Orange: plus 25 Prozent (von 1,99 auf 2,49 Euro)

Bei den Bio-Säften legten die Preise verhältnismäßig gering zu:

  • Alnatura, Orange-Direktsaft: plus 12 Prozent (von 3,29 Euro auf 3,69 Euro pro Liter)

  • dmBio, Orange, Direktsaft: plus 4 Prozent (von 2,35 Euro auf 2,45 Euro)

  • Voelkel, Orange, Direktsaft: plus 8 Prozent (von 5,25 Euro auf 5,70 Euro pro Liter)

Direktsäfte konnten im Test von 2023 am meisten überzeugen. Die Preise sind seitdem um 27 bis 30 Prozent angestiegen:

  • Netto Marken-Discount Lieblings Orange mit Fruchtfleisch, ungekühlt: plus 30 Prozent (von 1,99 Euro auf 2,59 Euro pro Liter)

  • Rewe Beste Wahl Orange ohne Fruchtfleisch, gekühlt: plus 30 Prozent (von 1,99 Euro auf 2,59 Euro pro Liter)

  • Kaufland, K-Favourites gekühlter Orangensaft: plus 30 Prozent (von 1,99 Euro auf 2,59 Euro pro Liter)

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Warum ist Orangensaft inzwischen so teuer?

Wie bei vielen Produkten liegt das in erster Linie an den gestiegenen Rohstoffpreisen, so der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie. Orangen sind schlicht deutlich teurer geworden. Im Falle des O-Safts sind daran vor allem die schlechten Ernten in Brasilien, dem Hauptanbauland für die verwendeten Orangen, schuld. In den letzten Jahren, auch in der Saison 2024/2025, vermiesten diverse Gründe den Ertrag: so etwa durch den Klimawandel bedingte Extremwetterlagen und die Pflanzenkrankheit Citrus Greening, bei der ein Bakterium die Orangenbäume vernichtet.

Immerhin: Die aktuelle Ernte von 2025/2026 gilt als gut. Einige Händler reagieren deshalb bereits und senken die Preise für Orangensaft wieder etwas.

Verwendete Quelle: Stiftung Warentest