Wir machen den TestVirale Anti-Bleaching Mundspülung – weiße Zähne in nur 30 Sekunden?
30 Sekunden spülen und zack weiße Zähne?
Eine virale lila Mundspülung verspricht zumindest diesen optischen Sofort-Effekt – ganz ohne klassisches Bleaching. Aber funktioniert das wirklich? Wir machen den Test! Außerdem erklärt Zahnarzt Dr. Dirk Lindner, welche Bleaching-Methoden es sonst noch gibt und für wen sie geeignet sind – oder auch nicht. Im Video.
Virale Mundspülung soll Zähne in 30 Sekunden weißer wirken lassen
Weiße Zähne wünschen sich viele – aber Bleaching ist aufwendig und nicht für jeden geeignet. Im Netz sorgt deshalb gerade eine lila Mundspülung für Aufmerksamkeit. Statt die Zähne tatsächlich zu bleichen, soll sie innerhalb weniger Sekunden einen optischen Effekt erzielen.
Das Prinzip dahinter erinnert an Produkte gegen einen Gelbstich in blondem Haar: In der Mundspülung stecken blaue und violette Farbpigmente, die gelbliche Töne optisch ausgleichen sollen. „Ich würde es als Make-up für die Zähne bezeichnen“, erklärt Dr. Dirk Lindner. Durch die Farbpigmente wirke Gelb heller.
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Zähne in nur 30 Sekunden weißer? Manuela macht den Test
Manuela Lueg-Gratt probiert die virale Mundspülung für uns aus. Ihre Erwartung ist klar: „Also ich würde mir jetzt erwarten, dass es ein bisschen heller wird und dass auch zwischen den Zähnen das so ein bisschen weggeht.“
Vor der Anwendung wird ihre Zahnfarbe bestimmt: A3. Dann geht es los. Manuela gibt die Lösung in den Mund, bewegt sie 30 Sekunden hin und her und spült anschließend mit Wasser nach. Das Ergebnis fällt allerdings ernüchternd aus. „Ich sehe keinen Unterschied“, stellt Manuela fest.
Auch Dr. Lindner kann keinen sichtbaren Sofort-Effekt erkennen. Sein Urteil: „Ich würde sagen: durchgefallen.“ Zumindest in unserer Stichprobe kann die virale Mundspülung beim versprochenen optischen Sofort-Effekt also nicht überzeugen. Für die Pflege und einen frischen Atem kann sie trotzdem verwendet werden.
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Whitening-Zahnpasta bleicht die Zähne nicht
Wer sich tatsächlich hellere Zähne wünscht, findet im Handel zahlreiche andere Whitening-Produkte. Doch auch hier lohnt sich ein genauer Blick. Das Wichtigste ist zunächst eine gründliche Mundhygiene: Regelmäßiges Zähneputzen reduziert Beläge und Verfärbungen, Zahnseide reinigt zusätzlich die Zwischenräume.
Spezielle Whitening-Zahnpasten können oberflächliche Verfärbungen noch stärker entfernen. Viele dieser Pasten sind abrasiver, also abreibender als herkömmliche, wodurch allerdings auch der Zahnschmelz stärker beansprucht werden kann.
Die eigentliche Zahnfarbe können solche Pasten nicht aufhellen. Sie entfernen vor allem Beläge und lassen die Zähne dadurch sauberer erscheinen.
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Bleaching-Strips können die Zahnfarbe tatsächlich verändern
Anders sieht es bei Lacken und Whitening-Strips mit Bleichmittel aus. Sie enthalten Wasserstoffperoxid und können die Zähne tatsächlich um einige Nuancen aufhellen. In frei verkäuflichen Produkten darf der Wirkstoff laut Dr. Lindner aber maximal in einer Konzentration von 0,1 Prozent enthalten sein. Ein sichtbarer Effekt kann sich nach drei bis vier Wochen zeigen.
Für ein möglichst gutes Ergebnis sollten die Zähne vorher professionell gereinigt werden. Wichtig ist außerdem, dass Zähne und Zahnfleisch gesund sind. Für Schwangere ist Bleaching tabu.
Wer Füllungen im Frontzahnbereich, Kronen oder anderen Zahnersatz hat, sollte ebenfalls aufpassen: Diese Materialien lassen sich nicht einfach mitbleichen, mahnt der Experte. Dadurch könnte es zu sichtbaren Farbunterschieden kommen.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche







