86 Taten an der eigenen TochterSie war erst sieben! Vater missbrauchte Tochter über Jahre
Der Täter war ausgerechnet ihr eigener Vater
Aus dem vermeintlich sichersten Ort der Welt wurde über Jahre der Schauplatz von 86 Missbrauchstaten. Von 2010 bis 2014 hat der 52-Jährige aus Zeulenroda seine eigene Tochter missbraucht. Der Fall aus Gera steht stellvertretend für ein großes Problem. Die registrierten Missbrauchsfälle sind im Vergleich zum vergangenen Jahr um 5 Prozent gestiegen.
Gera: Vater missbrauchte Tochter in 86 Fällen – Bewährungsstrafe nach Geständnis
Sie war gerade einmal sieben Jahre alt, als die Übergriffe begannen – und es hörte nicht auf. Vor dem Landgericht Gera gesteht ein Mann, seine Tochter über Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben, insgesamt in 86 Fällen. Das Mädchen war bei den Taten zwischen sieben und elf Jahre alt. Der Vater erhält eine Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten – auf Bewährung. Außerdem darf er sich Kindern und Jugendlichen nicht mehr nähern.
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Der Fall aus Gera steht stellvertretend für ein großes Problem. 2025 registrierte die Polizei in Deutschland 17.126 Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern – 772 mehr als im Jahr zuvor, ein Anstieg um fast fünf Prozent. Die Statistik erfasst nur Kinder unter 14 Jahren und zeigt zudem nur das sogenannte Hellfeld, also die Taten, von denen Ermittler überhaupt erfahren. Wie viele Kinder tatsächlich betroffen sind, bleibt im Dunkeln.
Besonders erschütternd: In mehr als der Hälfte der Fälle kennen Kinder den Täter schon vor der Tat, häufig handelt es sich um Angehörige. Genau das macht es Betroffenen so schwer, über das Erlebte zu sprechen – sie sind abhängig, vertrauen dieser Person und erleben durch sie Gewalt. Der Fall aus Gera zeigt dieses Dilemma besonders deutlich: Der Täter war kein Fremder, sondern der eigene Vater.
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Hier finden Betroffene Hilfe: Kinder, Jugendliche, Angehörige und Menschen mit einem Verdacht können sich an das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch wenden – dort gibt es das Hilfe-Telefon und die anonyme Onlineberatung „Schreib Ollie”. Denn Kinder können sich nicht allein schützen. Sie brauchen Erwachsene, die hinsehen, zuhören und handeln.
Verwendete Quellen: RTL, schreib-ollie, BKA

































