Ihm drohen bis zu 40 Jahren Haft Per Vertrag geregelt! „Mallorca-Fritzl” wollte wohl täglichen Sex mit Stieftochter (12)

von Bastian Schlüter, Eva Rullmann, Nadine Becker und Johanna Werning

Die Vorwürfe gegen den 49-Jährigen sind unfassbar!
José L. soll seine Stieftochter jahrelang gefangen gehalten und missbraucht haben. Die damals Zwölfjährige kommt mit ihrer Mutter aus Nigeria nach Mallorca und hofft auf ein besseres Leben – doch stattdessen landet sie im Albtraum!

Er inszenierte sich als Menschenfreund – doch seine Stieftochter durchlebte die Hölle

José L. wurde wegen Menschenhandels und jahrelangen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen angeklagt. Alles begann 2015: Damals soll er nach Nigeria gereist sein, wo er sein späteres Opfer und dessen Familie kennengelernt haben soll. Daraufhin habe er sich jahrelang als Retter in der Not und Menschenfreund inszeniert und Mutter und Tochter ein besseres Leben auf Mallorca versprochen.

Als die beiden schließlich auf das Angebot eingingen, heiratete José L. die Mutter. Doch später soll er die Frau aus dem Haus gedrängt und ihr mit Abschiebung gedroht haben. Die damals zwölfjährige Tochter der Frau hingegen habe er bei sich behalten.

Streaming Tipp
Angriff auf unsere Kinder - Der Feind im Chat
Jetzt auf RTL+ streamen

Statt ihr Ausbildung und Zukunft zu bieten, soll er die Minderjährige über Jahre wie eine Sex- und Haussklavin gehalten, sie immer wieder vergewaltigt und den Missbrauch sogar gefilmt haben. In einem Keller unter seinem Schreibtisch soll er sie eingesperrt haben. Laut Staatsanwaltschaft kontrollierte er ihr gesamtes Leben, isolierte sie von der Außenwelt und überwachte sie mit Kameras. Besonders perfide: Er habe sie einen Vertrag unterschreiben lassen, der täglichen Sex mit ihm vorsah.

Lese-Tipp: Patientinnen sexuell missbraucht? Frauenarzt aus Bayern unter Verdacht

Mutter vom „Mallorca-Fritzl” beteuert seine Unschuld

Fünf Jahre erduldete sie all das – in dem Glauben, nur so der eigenen Familie helfen zu können! Erst 2024 konnte sich die damals 17-Jährige befreien, brach ihr Schweigen, öffnete sich ihrer Mutter und erstattete Anzeige. Aktuell steht José L. vor Gericht. Seine Mutter betont im Gespräch mit RTL die Unschuld ihres Sohnes. „Mein Sohn hat weder vergewaltigt noch misshandelt, noch all diese Grausamkeiten getan, die behauptet werden“, sagt sie.

Dem Angeklagten drohen mehrere Jahrzehnte Haft. Die Staatsanwaltschaft fordert insgesamt rund 40 Jahre und 200.000 Euro Schadenersatz für das Mädchen. Ein Urteil soll Ende April fallen. Bis zu einer möglichen Urteilsverkündung gilt die Unschuldsvermutung.

Wenn es in eurem Umfeld sexuellen Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen gibt oder ihr selbst betroffen seid, findet ihr unter der Nummer 0800 – 22 55 530 oder unter www.hilfe-portal-missbrauch.de Menschen, mit denen ihr darüber sprechen könnt.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche