Wut auf Twitter: US-Jägerin erschießt seltene schwarze Giraffe in Südafrika

Tess Thompson Talley vor ihrer geschossenen Trophäe.
Tess Thompson Talley vor ihrer geschossenen Trophäe.
© Twitter, Twitterafriclandpost

21. Juni 2018 - 15:12 Uhr

Als Trophäe gefeiert

Tess Thompson Talley jagt für ihr Leben gern. Sogar so gerne, dass sie auf ihrer Reise in Südafrika eine seltene schwarze Giraffe erschossen hat – und anschließend mit ihr posiert. Auf Twitter lösen die Fotos Empörung aus.

"Weiße Wilde"

Das Portal "AfricaDigest" hat die 2017 von der Hobby-Jägerin geposteten Bilder nun veröffentlicht und dazu kommentiert, es handele sich hierbei um eine weiße Wilde, die aufgrund der Dummheit Südafrikas eine seltene schwarze Giraffe geschossen habe. Denn Trophäenjagd ist gegen Zahlung einer Gebühr nicht nur in Sambia, Simbabwe und Namibia erlaubt, sondern eben auch in Südafrika. Für eine hohe Summe können Tiere jeglicher Art geschossen werden. Teilweise bieten Veranstalter sogar komplette All-Inclusive-Reisen für Jagd-Touristen an.

Kritik an der Regierung

"AfricaDigest" kritisiert auf Twitter weiter die Regierung. Denn sie ließe das alles passieren. "Es wird Zeit, dass wir aufstehen und uns unserer Verantwortung gegenüber unserem Kontinent, Land, Rohstoffen und Tieren bewusst werden". Und auch User auf Twitter sind über das Trophäen-Posieren der US-Amerikanerin schockiert. "Diese Leute machen mich so wütend!" oder "Warum müssen die armen Tiere sterben?" sind nur einige der zahlreichen Kommentare unter dem Beitrag.

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Trophäen immer wieder im Fokus

Doch Tess Thompson Talley ist nicht die erste Touristin, die für ihre zweifelhafte Freizeitgestaltung kritisiert wird. Unvergessen der Fall des Löwen Cecil. US-Zahnarzt Walter Palmer war damals aus Minnesota angereist, um die Raubkatze zu töten und mit ihr zu posieren. Bezahlt hatte er damals rund 45.000 Euro.