Der große Test

Wocheneinkauf oder jeden Tag einkaufen - was ist wirklich günstiger?

11. September 2021 - 18:04 Uhr

Immer mehr Deutsche kaufen immer seltener ein

"Big Trolley" - so nennen Experten das Phänomen, dass immer mehr Deutsche immer seltener einkaufen gehen. Oft nur einmal die Woche. Aber macht das Sinn? Für den Geldbeutel und die Umwelt? Eine Familie macht ein spannendes Experiment: Eine Woche lebt sie von einem Großeinkauf. In der nächsten Woche kauft sie jeden Tag im Supermarkt das, was sie braucht. Rentiert sich der Aufwand wirklich? Wie viel Geld landet in der Tonne?

Corona hat das Einkaufen nachhaltig verändert

"Die Menschen haben das Bedürfnis, ihre Einkäufe zu reduzieren, das galt im ersten und im zweiten Lockdown und es gilt noch immer", beobachtet Nielsen-Experte Thomas Montiel Castro. Dabei sei die Ansteckungsangst nur ein Faktor - und vielleicht nicht einmal der bedeutendste. Gerade junge Menschen wollten nicht mehr so viel Zeit mit dem Einkaufen verbringen. "Sie haben in Corona gelernt, dass es spannendere Sachen gibt, mit denen sie ihre Freizeit verbringen können."

Der Trend geht deshalb NielsenIQ zufolge dahin, seltener einzukaufen und dann möglichst alles auf einen Schlag zu erledigen. Spontane Einkaufstrips zum Bäcker, in den Drogeriemarkt oder um schnell noch ein bisschen Aufschnitt an der Fleischtheke zu holen, würden immer seltener, meint Montiel Castro. Der Trend gehe zum großen Vorratseinkauf oder wie es der Marktforscher nennt zum "Big Trolley" - dem großen Einkaufswagen. "Eine ganze Reihe von Haushalten haben erst in der Pandemie damit begonnen, solche großen Vorratskäufe zu machen. Hier hat sich das Einkaufsverhalten massiv geändert." (jar)