Das muss für einen Wintereinbruch passieren

Kommt da noch Schnee? Der Winter ist gar nicht so weit weg

01.01.2023, USA, South Lake Tahoe: Fahrzeuge fahren am Morgen nach einem Wintersturm, der die Region mit einer großen Menge Schnee bedeckte, auf der schneebedeckten U.S. Route 50 in South Lake Tahoe. Foto: Stephen Lam/San Francisco Chronicle/AP/dpa -
Wetter verrückt: Der Winter ist derzeit in Kalifornien zu Gast. In den Alpen aber ist es grün.
SLL alf, dpa, Stephen Lam

von Oliver Scheel

Es ist warm, viel zu warm. Der Jahreswechsel war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung und das gesamte Jahr 2022 verdrängte das bisher wärmste Jahr 2018 von Platz eins. Hat der Winter in diesen Zeiten überhaupt noch eine Chance? Immerhin war es ja Anfang Dezember mal für gut 14 Tage richtig winterlich. Wo aber steckt er nun, der Winter? Er ist gar nicht so weit weg. Wir sagen, was passieren muss, damit es wieder winterlich wird.

Eigentlich muss sich nur die Windrichtung ändern

Blicken wir in den Norden, dann finden wir den Winter recht bald. Schon im Süden Norwegens ist es derzeit wirklich schön weiß und winterlich. Oslo hat –5 Grad und Schneefall. Auch im Osten Polens fällt in den kommenden Tagen reichlich Schnee. Aber wie schafft es dieser Traumwinter zu uns?

Das ist gar nicht so schwer: Eigentlich müsste der Wind nur drehen und schon haben wir feinstes Winterwetter bei uns.

Aber passiert das auch? Momentan ziehen die Tiefdruckgebiete wie auf einer Autobahn von West nach Ost durch. „Bei uns dreht der Wind in den kommenden Tagen immer wieder mal von Südwest auf Nordwest. Zwischendurch zapfen wir diese Kälte an und es wird zumindest etwas kühler. Im Bergland ist damit phasenweise Schnee wieder möglich“, so RTL-Meteorologe Paul Heger.

Bringt ein Skandinavienhoch den Winter?

42 Tage Trend Frankfurt
Der 42-Tage-Trend für Frankfurt am main zeigt einen krassen Temperatursturz Ende Januar.

„Damit wir richtigen Winter mit Schnee bis in die Niederungen bekommen, brauchen wir feucht-kalte Luft aus nördlichen Richtungen. Alternativ bräuchten wir ein Hoch, das sich über Skandinavien bildet. Dann würde uns trockene aber umso eisigere Luft aus Nordosten erreichen“, analysiert Heger. Das hatten wir im Dezember schon mal.

Und manches Wettermodell berechnet das sogar. Wie unser Bild zeigt, gibt es in unserer Beispielstadt Frankfurt am Main einen krassen Wintereinbruch Ende Januar. Die Hoffnung auf „Ski und Rodel gut“ bleibt auf jeden Fall bestehen, auch wenn es sich momentan draußen wie im März anfühlt.

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Wintereinbruch im Januar in Stichpunkten

  • Wärmster Jahresbeginn seit Wetteraufzeichnung
  • Winter hat kaum Chancen zu uns durchzukommen
  • Wind müsste drehen, damit es winterlich wird
  • Wintereinbruch ab Mitte/Ende Januar möglich

VIDEO: Skipisten fehlt der Schnee! Grüne Wiesen statt weiße Pracht

Skipisten fehlt der Schnee: Grüne Wiesen statt weiße Pracht Skigebiete stehen vor der Schließung
00:43 min
Skigebiete stehen vor der Schließung
Skipisten fehlt der Schnee: Grüne Wiesen statt weiße Pracht

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(osc, phe)