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Windpocken entpuppen sich als Corona: Millie (6) stirbt fast an Fehldiagnose

Millie (6) wäre fast gestorben!

Fatale Fehldiagnose: Windpocken entpuppen sich als Corona-Infektion

Millie Denver (6)
Millies (6) Windpocken waren eine Reaktion auf Covid-19.
ActionPress

Fieber, Blässe und Übelkeit

Die kleine Millie Denver (6) aus Großbritannien fühlte sich am Abend des 12. Dezember unwohl. Sie hatte Fieber, ein paar Flecken und sah blass aus. Ihre Mutter Elizabeth (36) vermutete, dass das Mädchen die Windpocken hatte, denn aus ihrer Klasse hatten sich zuvor drei Kinder mit Windpocken angesteckt. Doch Millies Schmerzen hörten nicht auf, im Krankenhaus wurde sie schließlich ins Koma versetzt – wenig später der Schock: Statt mit Windpocken hatte sich Millie mit Corona infiziert. Fast wäre sie sogar gestorben.

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Millie wurde ins künstliche Koma versetzt

Elizabeth Denver rief zunächst einen Hausarzt an und wurde angewiesen, Millie so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu bringen. Das kleine Mädchen litt tagelang an Übelkeit und musste sich übergeben. Als aus den vermeintlichen Windpocken keine Pocken wurden, machte sich Mama Elizabeth ernste Sorgen um ihre Tochter. Das Krankenhauspersonal in West Sussex teilte Elizabeth mit, dass Millie eine Erkrankung namens PIMS TS hatte, eine Reaktion auf Covid-19. Das Mädchen musste sich die Infektion schon vor einigen Wochen eingefangen haben. Weitere Symptome hatte die 6-Jährige aber nicht.

„Ich bin wirklich ausgeflippt. Wir hatten keine Ahnung, dass sie sich mit Corona infiziert hatte“, so Mama Elizabeth. „Bis sie am Samstag, den 12. Dezember, krank wurde, war sie völlig normal und sie ist ein wirklich aktives kleines Mädchen. Sie war zur Schule gegangen und hatte alles getan, was sie normalerweise tat. Bevor sie ins Koma fiel, fragte mein Mann Glen, ob Millie sterben könne, und die Krankenschwester sagte, es sehe nicht gut aus, könne es aber nicht sagen.“

Millie Denver im Krankenhaus.
Millie Denver im Krankenhaus.
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Leber und Nieren funktionierten nicht richtig

Die Ärzte versetzten das kleine Mädchen ins Koma. Blutuntersuchungen ergaben, dass Millies Leber und Nieren Probleme machten und nicht richtig funktionierten. „Die PIMS TS, ein Entzündungssyndrom, greift alle Organe und das Knochenmark an, ihre Nieren waren sehr geschädigt. Nur 5 Prozent der Kinder, die Corona haben, bekommen PIMS TS. Ihre Herzfrequenz war wirklich hoch“, so Elizabeth. Im Koma sollte sich das Mädchen erholen.

Zwei Tage nachdem sie ins Koma gefallen war, konnte Millie von den Ärzten geweckt werden. Allerdings machten ihre Nieren immer noch Probleme. Allmählich erholte sich Millie und durfte an Heiligabend wieder zu ihrer Familie. „Es war herzzerreißend und erleichternd, sie an Heiligabend mit ihren Schwestern lachen zu hören“, erinnert sich ihre Mutter.

Millie Denver mit ihrer Mutter Elizabeth Denver
Millie Denver mit ihrer Mutter Elizabeth Denver.
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