Nachts allein im Wildpark

Hier können Sie zwischen den Tieren schlafen

01. August 2021 - 9:52 Uhr

Ein Bett mitten im Tiergehege

Haben Sie sich schon mal gefragt, was die Tiere in unseren Wildparks machen, wenn abends die Tore schließen? Im Wildpark Müden in der Lüneburger Heide können Sie das selbst erleben. Dort können Besucher mitten im Damwildgehege übernachten und im Dunkeln sogar allein durch den Park streifen, um die anderen Tiere zu besuchen.

RTL Nord-Reporter Stephan Lang hat die Nacht im Wildpark ausprobiert - sein Fazit erfahren Sie im Video.

Eine Nacht zwischen 250 wilden Tieren

Im Wildpark campen
So sieht der "Sleeping-Cube" aus
© RTL

Auf zehn Hektar streifen 250 Tiere durch den Wildpark Müden. Mittendrin steht ein Cube, also eine Art Zelt, in dem die Übernachtungsgäste schlafen. Für alle Interessierten hat Thomas Wamser, der Geschäftsführer des Wildparks einen wichtigen Tipp: "Nicht mit Musik durch den Park gehen, aber wenn man hier ganz normal durchgeht, werden die Tiere hier aufmerksam gucken - oder auch nicht."

Viele Tiere sind nachtaktiv

Geschlafen wird zwischen Eulen, Waschbären und Alpakas. Einige tierische Bewohner werden spät erst richtig aktiv, so wie die Eule. "Bei absoluter Dunkelheit sieht die beste Eule auch nichts mehr. Die braucht Restlicht, Mondlicht, um das zu verstärken. Deswegen können die besser gucken als wir. Aber mit dem lautlosen Fliegen, dem 360 Grad Blick und der Befiederung bis an die Krallen sind die natürlich ideal für die Nacht ausgestattet", berichtet Thomas Wamsen.

Aber auch Wildschweine, Elche, Waschbären und sogar Rehe sind noch nach Anbruch der Dunkelheit aktiv. (akü)

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