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Welt blickt auf Glasgow: hohe Erwartungen an UN-Klimagipfel - heute mit Merkel und Prinz Charles

Zweiter Tag startet mit Redner-Prominenz

Hohe Erwartungen an UN-Klimagipfel - heute sprechen Angela Merkel und Prinz Charles

 October 31, 2021, Glasgow, UK: The Eden Project Pavilion in the Scottish Event Campus at the start of the Cop26 summit in the city. Picture date: Sunday October 31, 2021. Glasgow UK PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAp134 20211031_zba_p134_288 Co
"Eden-Project-Pavilion" beim UN-Klimagipfel in Glasgow
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Dutzende Reden von Staats- und Regierungschefs geplant

Es wird sicher viel geredet, doch wird auch etwas getan? Die Erwartungen an die UN-Klimakonferenz in Glasgow sind hoch. Bevor es so richtig an die kniffligen Verhandlungen über mehr Klimaschutz geht, wird es erstmal feierlich: Der UN-Klimagipfel im schottischen Glasgow geht am Montag mit Ansprachen Dutzender Staats- und Regierungschefs in seinen zweiten Tag. Heute wenden sich unter anderem der britische Premierminister Boris Johnson, UN-Generalsekretär Antonio Guterres sowie der britische Thronfolger Prinz Charles an das Plenum.

Kein starkes Signal von G20-Gipfel in Rom

 Foto IPP/POOL/Bloomberg/Fabio Cimaglia Roma 31/10/2021 G20 - passeggiata alla fontana di trevi dei leader e capi di stato nella foto i leader davanti alla fontana di trevi Roma 31/10/2021 Riunione del G20 *** Photo IPP POOL Bloomberg Fabio Cimaglia
Schöne Bilder, schöne Worte, aber starke Signale für mehr Klimaschutz gab es beim G20-Gipfel in Rom nicht.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt nachmittags ein kurzes Statement im Namen Deutschlands ab. Angekündigt für je dreiminütige Beiträge wurden in Glasgow auch die Präsidenten der USA und Frankreichs, Joe Biden und Emmanuel Macron. Weiter auf der Rednerliste stehen die Präsidenten der Türkei, Spaniens, Ägyptens, Indonesiens sowie die Spitzen der EU. Dazu kommen ferner die Regierungschefs von Kanada, Italien, Australien, Indien und Pakistan sowie etliche weitere Spitzenpolitiker aus aller Welt.

Auf Einladung der Vereinten Nationen beraten in Glasgow Regierungsvertreter aus rund 200 Staaten zwei Wochen lang, wie die Menschheit die beschleunigte Erderhitzung noch auf ein erträgliches Maß eindämmen kann. Ein Dämpfer kam aber am Sonntag vom G20-Gipfel aus Rom: Die großen Wirtschaftsmächte scheiterten daran, ein starkes Signal für mehr Klimaschutz nach Glasgow zu senden.

Enttäuschung bei UN-General Guterres

UN-Generalsekretär Guterres äußerte sich deshalb enttäuscht: "Ich verlasse Rom mit unerfüllten Hoffnungen - aber wenigstens sind sie nicht beerdigt", schrieb er auf Twitter. Nun gehe es in Glasgow darum, das "1,5-Grad-Ziel am Leben zu halten".

Umweltverbände hatten zuletzt ebenfalls kritisiert, dass viele Staaten, und vor allem die G20, seit der letzten UN-Konferenz 2019 ihre Pläne zum Klimaschutz nicht ausreichend verschärft und den notwendigen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas verschleppt haben. Die Erde hat sich im Vergleich zum vorindustriellen Niveau schon jetzt um etwa 1,1 Grad erwärmt; in Deutschland sind es bereits 1,6 Grad. In Paris hatte sich die Staatengemeinschaft vor sechs Jahren darauf geeinigt, die Erderwärmung möglichst auf maximal zwei Grad, besser 1,5 Grad, zu begrenzen.