"Ein Bild des Grauens"

Polizei lässt Messie-Wohnung aufbrechen - unter der Tür krochen Kakerlaken hervor

Kakerlaken krabbelten unter der Wohnungstür hervor.
"Haustiere, die niemand mag": Kakerlaken
picture-alliance / dpa, Stephanie Pilick

Ekel-Einsatz für die Erlanger Polizei am vergangenen Wochenende: Der Hausmeister eines Mehrfamilienhauses war besorgt um einen seiner Mieter. Aus dessen Wohnung schlüpften immer wieder Kakerlaken heraus. Außerdem rieche es sehr unangenehm. Die Polizisten versuchten zunächst, den 39-jährigen Mieter der Wohnung durch Klingeln und Klopfen zum Öffnen der Wohnungstür zu bewegen. Weil niemand antwortete und die Beamten fürchteten, dass sich der Mieter in einem hilflosen Zustand befand, brachen Feuerwehrleute die Wohnungstür auf.

Messie-Wohnung in Erlangen war in "desolatem Zustand"

Den Polizeibeamten bot sich ein „Bild des Grauens: Müll und Unrat türmte sich in der gesamten Wohnung in einer Höhe von 1, 50 Meter und es roch übel“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Erlangen. Mit Schaufeln gruben sich die Beamten durch die Müllberge, um auszuschließen, dass der Mieter darunter liegt. Doch der Mann hatte anscheinend die Wohnung verlassen.

Wo ist der Mieter der Messie-Wohnung in Erlangen?

Bislang konnte nicht geklärt werden, ob sich der 39-Jährige noch regelmäßig in seiner Wohnung aufhält oder sie möglicherweise aufgegeben hat. Die Polizei informiert nun das Ordnungsamt der Stadt Erlangen über den desolaten Zustand der Wohnung. (psc)

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