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Wasserkocher entkalken: Schnelle Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wasserkocher sollten regelmäßig entkalkt werden, damit sie gut funktionieren.
Wasserkocher sollten regelmäßig entkalkt werden, damit sie gut funktionieren.
© iStockphoto, Natasa Adzic

13. März 2021 - 16:53 Uhr

Unschöne Kalkablagerungen im Wasserkocher entfernen

Wer kennt es nicht? Je nach Härtegrad des Wassers lagern sich im Inneren des Wasserkochers früher oder später fiese Kalkspuren ab. Das sieht nicht nur unschön aus - das Wasser braucht bei zunehmender Verkalkung auch immer länger um heiß zu werden. Dadurch steigt der Stromverbrauch – und Geschmack und Optik der zubereiteten Getränke leiden. Wir verraten, wie Sie Ihren Wasserkocher schnell und effizient reinigen können, geben Tipps zu Hausmitteln und wie Sie Kalkablagerungen vorbeugen können.

Wie entstehen Kalkablagerungen?

Kalk liegt in einer chemischen Verbindung im Leitungswasser vor – je nach Region mehr oder weniger. In Gebieten, in denen Kalk- und Sandstein vorherrscht, kommt sehr hartes Wasser aus der Leitung, das größere Mengen an Kalzium und Magnesium enthält. Beide Mineralien sind hauptverantwortlich für die Kalkablagerungen. Erhitzen Sie Wasser im Wasserkocher, wird der Kalk freigesetzt und lagert sich im Wasserkocher ab.

Im Kalk können sich Bakterien ansiedeln – außerdem sieht es einfach auch nicht sehr appetitlich aus, wenn in Tee oder Kaffee Kalkflocken schwimmen. Gesundheitsschädlich ist das nicht, aber die Ablagerungen können den Geschmack des Wassers beeinträchtigen.

» Empfehlung: Bei hartem, kalkreichem Wasser sollten Sie den Wasserkocher alle zwei Wochen entkalken. Den Härtegrad Ihres Leitungswassers können Sie bei den für Ihre Region zuständigen Wasserwerken erfragen oder auch mit einem Testset* 🛒 selbst ermitteln.

Wasserkocher entkalken mit Entkalker aus der Drogerie

Spezielle Entkalker bringen Ihren Wasserkocher wieder zum Glänzen.
Mit einem handelsüblichen Entkalker können Sie Ihren Wasserkocher wieder zum Strahlen bringen.
© istock

So entkalken Sie Ihren Wasserkocher mit einem handelsüblichen Entkalker:

  1. Der Entkalker* wird im angegebenen Mischverhältnis mit Wasser verdünnt und bis zur Markierung (MAX) in den Wasserkocher gefüllt.
  2. Schalten Sie jetzt Ihren Wasserkocher ein und bringen Sie die Mischung zum Kochen. Achtung: Bleiben Sie unbedingt im Raum, da manche Reiniger dazu neigen zu schäumen und so überlaufen könnten.
  3. Nachdem das Wasser gekocht hat, lassen Sie es für mindestens 45 Minuten einwirken.
  4. Wenn sich der am Boden befindliche Kalk sichtbar abgelöst hat, können Sie die Reinigungsmischung ausgießen.
  5. Bevor Sie das Gerät wieder zum Erhitzen benutzen, sollten Sie es noch ein- bis zweimal mit klarem Wasser auskochen.

Sie haben die Möglichkeit, Ihren Wasserkocher mit Entkalkungstabletten oder mit Flüssigentkalker wieder zum Glänzen zu bringen:

  • Entkalkungstabletten* sind aus einem feinen Pulver gepresst. Sie werden vor dem Gebrauch in Wasser aufgelöst. Der Vorteil ist, dass der Reiniger bereits portioniert ist und nicht abgemessen werden muss.
  • Der Flüssigentkalker* wird meist in einer Kunststoffflasche in Form eines Reinigungskonzentrats angeboten. Eine auf der Flasche angegebene Menge des Reinigers muss in Wasser aufgelöst werden.

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Wasserkocher sind, dann informieren Sie sich gerne in unserer umfassenden Vergleichstabelle der besten Wasserkocher, die derzeit im Handel erhältlich sind. Die Stiftung Warentest hat in ihrem letzten Test drei Geräte als besonders empfehlenswert herausgestellt.

Testsieger im Wasserkocher-Check von Stiftung Warentest

Zum besten Gerät wurde bei den Wasserkochern mit Temperaturregelung der Bosch Styline TWK8613* für ca. 60 Euro und bei den Geräten ohne Temperaturregelung der Kenwood kMix SJM 034 in der gleichen Preisklasse.

Wer nicht auf Temperaturregelung und Wasserkocher aus Edelstahl besteht, ist mit dem Cloer 4111* gut bedient. Der Kunststoffkocher hat die Note gut bekommen und kostet nur knapp 30 Euro.

Alternative Möglichkeiten zum Entkalken

Essig oder Essigessenz
Füllen Sie den Tank Ihres Wasserkocher mit einem halben Liter Wasser und geben Sie einen Spritzer Essigessenz hinzu. Lassen Sie die Mischung nach dem Aufkochen für mindestens 30 Minuten einwirken. In dieser Zeit werden die Kalkablagerungen vollständig gelöst. Spülen Sie nun den Wasserkocher gut aus.

Der Hauptunterschied zwischen Essig und Essigessenz ist der Säuregehalt. Dieser liegt bei Essigessenz bei ca. 25 Prozent und bei einfachem Essig bei höchstens 15,5 Prozent. Wenn Sie keine Essigessenz zur Hand haben, dann geben Sie einfach etwas mehr Essig zum Wasser in den Wasserkocher.

Zitronensäure
Auch mit Zitronensäure können Sie Ihren Wasserkocher entkalken. Aber Vorsicht, denn die Säure darf auf keinen Fall im Wasserkocher erhitzt werden! Denn bei Hitze reagiert die Zitronensäure mit dem Kalk zu Calciumcitrat. Dieser Stoff ist den Kalkablagerungen recht ähnlich und noch schwerer aus dem Wasserkocher zu entfernen als der Kalk selbst.

So wird's gemacht: Geben Sie einen Esslöffel pulverförmige Zitronensäure mit 500 Milliliter Wasser in den Wasserkocher. Lassen Sie die Lösung für 45 Minuten im Wasserkocher einwirken und spülen Sie anschießend den Wasserkocher zwei Mal mit kaltem (!), klarem Wasser nach.

Auch Haushaltsmittel helfen Kalk im Wasserkocher zu entfernen.
Viele Haushaltsmittel können zum Entkalken genutzt werden.
© iStockphoto, MAKSIMS_LIENE

Natron oder Backpulver
Der Alleskönner Natron eignet sich ebenfalls wunderbar, um den Wasserkocher zu entkalken. Geben Sie dazu etwa 20 Gramm Natron in den Wasserkocher und gießen Sie anschließend etwa 200 Milliliter Wasser hinzu. Schalten Sie den Wasserkocher an und lassen Sie die Natron-Mischung aufkochen. Es empfiehlt sich, den Wasserkocher bei dieser Methode im Blick zu behalten, da das Gemisch aus Natron und Wasser stark sprudeln und überkochen kann. Lassen Sie die Lösung nach dem Aufkochen noch etwa eine Stunde abkühlen und einwirken. Anschließend spülen Sie den Wasserkocher gut aus.

Tipp: Wenn Sie kein Natron zur Hand haben, können Sie stattdessen auch Backpulver verwenden.

Gebissreiniger
Geben Sie ein Gebissreiniger-Tab mit einem Liter Wasser in Ihren Wasserkocher, um die Ablagerungen zu lösen. Stellen Sie den Wasserkocher an, sobald sich die Tablette aufgelöst hat. Schütten Sie die Mischung aus und spülen Sie den Wasserkocher anschließend gut aus. Et voilà: Alles ist wieder blitzblank.

Aspirin
Aspirin hilft nicht nur gegen Kopfschmerzen, sondern auch gegen Verkalkungen im Wasserkocher. Die enthaltene Acetylsalicylsäure löst die Ablagerungen und hilft somit effektiv, den Wasserkocher zu reinigen.

Anleitung: Lösen Sie eine Tablette Aspirin in einem Glas Wasser auf und geben Sie die Lösung in den Wasserkocher. Schalten Sie das Gerät an und lassen Sie die Mischung anschließend noch 30 Minuten einwirken. Danach den Wasserkocher ausspülen – fertig.

Spülmaschinentabs
Spülmaschinentabs sind als kalklösendes Mittel allgemein bekannt und anerkannt. Das können Sie sich auch bei der Entkalkung Ihres Wasserkochers zu Nutzen machen.

So muss man dabei vorgehen: Geben Sie zunächst einen Liter kochendes Wasser in das Gerät und lösen Sie anschließend den Spülmaschinentab im kochenden Wasser auf. Lassen Sie das Gemisch einmal kurz aufkochen. Zum Abschluss sollte das Gerät dann mehrmals mit klarem, kaltem Wasser ausgespült werden.

Vorbeugen gegen Kalk

Damit sich Kalk erst gar nicht in Ihrem Wasserkocher ablagern kann, gibt es einige Möglichkeiten, dies ein wenig einzudämmen:

  • Kochen Sie das Wasser mit einem Schuss Zitrone oder Zitronenkonzentrat. Dann lagert sich der Kalk erst gar nicht ab und vorhandener löst sich auf. Allerdings ist die Zitrone im Heißgetränk nicht jedermanns Geschmack.
  • Manche Wasserkocher besitzen einen integrierten Kalkfilter*, beispielsweise das verlinkte Gerät von Brita. Für einige Modelle gibt es den Kalkfilter auch als Zubehör.
  • Alternativ können Sie auch einen Wasserfilter an Ihren Wasserhahn montieren. Kalkfilter für Trinkwasser entfernen Partikel von Kalk, aktivem Chlor, Eisen, überschüssigen Calcium- und Magnesiumsalzen, Schwermetallkationen und -Anionen, Viren und gefährlichen Bakterien aus dem angelieferten Leitungswasser.

Wasserenthärtungs- oder Entkalkungsanlage

Wenn Sie etwas tiefer in die Tasche greifen wollen (knapp 300 Euro), dann haben Sie die Möglichkeit eine Wasserenthärtungs- oder Entkalkungsanlage* zu installieren. Dies ist eine sehr sichere und einfache Methode, um Kalk aus dem Wasser zu entfernen und weiches Trinkwasser zu erhalten. Die gängigen Geräte sind mit einem Prüfzeichen des DVGW gekennzeichnet. Darauf sollten Sie unbedingt achten.

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