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Warum die Corona-Infektionslage so verzerrt ist

Corona-Inzidenz liegt in Schleswig-Holstein bei 778,6

Warum die Infektionslage so verzerrt ist

Experten meinen, dass die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage abbildet.
Experten meinen, dass die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage liefert.
www.imago-images.de, imago images/Lobeca, Felix Schlikis via www.imago-images.de

Und wieder schreibt ein Arbeitskollege per Mail herum, dass es ihn nun auch erwischt hat. Gefühlt hat gerade jeder Zweite Corona, die Inzidenzen sagen aber anderes, woran liegt das?

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Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein leicht gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein liegt bei 778,6. Das geht aus den Angaben der Landesmeldestelle und der Universität Kiel von Dienstagabendabend hervor. Dienstag vor einer Woche lag die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen sieben Tagen bei 732,8.

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Kein umfassendes Bild des Infektionsgeschehens

Seit einiger Zeit gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer der nicht vom RKI erfassten Corona-Fälle viel höher ist. Das soll vor allem daran liegen, dass nicht jeder Infizierte einen PCR-Test machen lasse. Doch genau diese zählen nur in der offiziellen Statistik. Außerdem können offenbar auch Übermittlungsprobleme und Nachmeldungen zu einem verzerrten Bild führen.

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen in Schleswig-Holstein meldeten die Kreise Rendsburg-Eckernförde (1009,2) und Dithmarschen (991,4) sowie die Stadt Flensburg (990,7). Die niedrigste Inzidenz verzeichnete der Kreis Segeberg mit einem Wert von 550,3. (dpa/agi)