14. Dezember 2016 - 16:21 Uhr

Viele berufstätige Eltern fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn der Nachwuchs häufig erkältet ist

"Liebe Eltern, hört auf, kranke Kinder zur Kita zu bringen!" Dieser eindringliche Appell einer Erzieherin hat viele User bewegt. Die Kindergarten-Mitarbeiterin berichtete darüber, wie belastend es für Kinder und Betreuer ist, wenn die Kleinen trotz Krankheit nicht zuhause gelassen werden. Aber wann sind Kinder eigentlich zu krank für Kita oder Kindergarten?

Achtung, Ansteckungsgefahr!

Das Kind schnieft, die Nase läuft, es hustet. Darf es so noch in die Kita? Einfacher ist die Entscheidung da schon, wenn es Fieber hat oder sich erbricht - oder? Viele Eltern bringen ihre Kinder trotzdem in die Kita, teilweise mit Husten- oder Fiebermedikamenten gedopt. Und schon tut sich ein wahrer Teufelskreis aus gegenseitiger Ansteckung auf.

Schwierige Entscheidung: Ist das Kind fit genug für die Kita?

Verständlich ist es ja schon: Statt dem Chef sagen zu müssen, dass sie wegen Ihres kranken Kindes nicht ins Büro kommen können, schicken einige Eltern die Schniefnase in die Kita und hoffen auf das Beste. Zehn Fehltage aufgrund eines kranken Kindes sind pro Jahr erlaubt - aber wer Kleinkinder hat, der weiß, dass das recht knapp bemessen ist. Schnupfen, Husten & Co. haben die Kleinen doch fast das ganze Jahr über, oder?

Im Video verrät eine Kinderärztin, wie Sie morgens am besten selbst beurteilen können, ob Ihr Kind fit genug für den Tag in der Kita ist.

Viele Kitas haben Regeln, ab wann Kinder zu Hause bleiben müssen

Damit nicht regelmäßig die gesamte Kitagruppe bettlägerig ist, haben die meisten Kitas Regelungen festgelegt, ab wann Kinder zu Hause bleiben müssen. Darin kann zum Beispiel stehen, dass die Kleinen bei Fieber, Erbrechen oder mit entzündeten Augen nicht kommen dürfen.

Die Erzieher können auch verlangen, dass ein ärztliches Attest vorgelegt wird, dass das Kind wieder gesund ist, bevor es nach dem Auskurieren zurückkommen darf. Diese Hausregeln haben Sie sicherlich zum Unterschreiben vorgelegt bekommen, als Sie Ihr Kind angemeldet haben - und danach sollten Sie sich am besten auch richten.