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Wales: Logan (5) zu Tode geprügelt - Ermittler werfen Mutter und Stiefvater vor: "Entsorgt, als wäre er Müll"

Mutter, Stiefvater und 14-Jähriger angeklagt

Logan (5) zu Tode geprügelt - "Entsorgt, als wäre er Müll"

14-Jähriger tötet Bruder (5) und entsorgt seine Leiche Polizei zeigt Festnahme
00:48 min
Polizei zeigt Festnahme
14-Jähriger tötet Bruder (5) und entsorgt seine Leiche

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Im Sommer 2021 müssen sich in Bridgend (Wales) tragische Szenen ereignet haben: Der fünfjährige Logan Mwangi wurde am 31. Juli 2021 tot im Fluss Ogmore entdeckt. Er habe „erhebliche Verletzungen“ aufgewiesen, so das Cardiff Crown Court beim Gerichtsverfahren laut britischen Medienberichten. Unter Mordverdacht: seine Mutter Angharad W., Stiefvater John C. und ein 14-jähriger Junge. Der kleine Logan soll zu Tode geprügelt worden sein.

Logan Mwangi verschwindet: Mutter ruft verzweifelt die Polizei

Der fünfjährige Logan Mwangi hatte sich im Sommer 2021 mit dem Coronavirus angesteckt. Die Isolation soll Stress und Frustration bei seiner Mutter verursacht haben, heißt es vor Gericht. Da der Fünfjährige in Quarantäne war, sei unklar, was sich hinter verschlossenen Türen abgespielt haben muss.

Ende Juli habe Angharad W. jedoch die Polizei gerufen: Ihr fünfjähriger Sohn sei entführt worden. Die 30-Jährige habe verzweifelt gewirkt. Doch die Verzweiflung im Anruf sei gespielt gewesen, so die Staatsanwaltschaft laut „BBC“. Wie Videoaufnahmen zeigen, habe die Mutter gewusst, was mit ihrem Sohn passiert sei.

Wales: Logan Mwangi hatte "erhebliche Verletzungen"

Kurz nach dem Anruf wurde der kleine Logan tot von der Polizei im Fluss gefunden. Auf der Videoüberwachung seien John C. und der 14-Jährige zusehen, wie sie in der Nacht das Haus verlassen haben. Dabei habe der Stiefvater die Leiche des Fünfjährigen getragen. Das habe C. bereits gestanden, wie es vor Gericht hieß. Der 14-Jährige soll nach eigenen Angaben nicht gewusst haben, um wen es sich gehandelt habe.

Der Fünfjährige habe sowohl innere als auch äußerliche Verletzungen erlitten, darunter auch einen Riss in Leber und im Darm. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, Logan Mwangi sei geschlagen oder getreten worden. Zudem werde vermutet, dass der Fünfjährige bereits Zuhause ermordet wurde. Bevor „eine aufwändige Scharade“ begann, um seinen Tod zu vertuschen, so „The Sun“ und „Daily Mail“.

Angeklagte bestreiten Fluss-Mord

Angharad Williamson und John Cole sitzen als Skizze neben einer Polizistin.
Angharad Williamson und John Cole stehen in Wales vor Gericht.
DPA PA

Laut Staatsanwaltschaft haben die Angeklagten den Jungen in den Fluss geworfen und „entsorgt, als wäre er Müll mit Fliegen“, so die Berichte. Doch sowohl die Mutter als auch der Stiefvater und der 14-Jährige bestreiten den Mord an Logan Mwangi. Der Prozess geht in den kommenden Wochen weiter. (jaw)