Vizekanzler Scholz macht Hoffnung

"Wir lassen die Pandemie allmählich hinter uns"

25. Juni 2021 - 9:49 Uhr

"Können Sommer auch genießen"

Das macht Hoffnung!

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage in Deutschland hat Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz als "wichtigste Botschaft" hervorgehoben: "Wir lassen die Pandemie allmählich hinter uns. Wir können diesen Sommer auch genießen, aber wir müssen vorsichtig bleiben", sagte Scholz in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv im Gespräch mit Philipp Sandmann (im Video).

Scholz fügte jedoch hinzu, dass er sich sicher sei, dass Abstandsregeln und das Maskentragen "wo man sich eng begegnet, noch eine lange Zeit notwendig sein werden."

Zudem warb der SPD-Politiker um die Menschen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie sich impfen lassen wollen: "Es wäre sehr schön, wenn diejenigen, die sich noch nicht entschlossen haben, sich impfen zu lassen, das jetzt machen." Der Impfstoff sei "in großer Menge" verfügbar und "das würde allen helfen", so Scholz.

​+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Unions-Programm "unehrlich"

Als es um die aktuelle Lage im Bundestagswahlkampf ging, übte Scholz scharfe Kritik an den Plänen der Union. Der SPD-Politiker widersprach den Aussagen des Kanzlerkandidaten von CDU/CSU, Armin Laschet, der nach der Bundestagswahl mit Blick auf den Bundeshaushalt einen "Kassensturz" gefordert hatte.

Scholz sagte dazu: "Ein Kassensturz ist überhaupt nicht nötig." Die Regierung habe einstimmig einen Haushalt und eine Finanzplanung für die kommenden Jahre beschlossen. Weiter: "Das Wort mit dem Kassensturz sagen Leute vor der Wahl, die Wahlprogramme schreiben, die nicht ehrlich sind. Denn eigentlich weiß man ganz genau, wie die Finanzlage für Deutschland ist."

Dass die Union Steuersenkungen für Menschen mit hohen Einkommen, sowie für Unternehmen mit großen Gewinnen verspreche, sei "nicht nur unfinanzierbar", so Scholz, sondern angesichts der Aufnahmen von Krediten von über 400 Milliarden Euro für die Sicherung von Arbeitsplätzen auch "moralisch nicht in Ordnung."

Auch interessant