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Virologe Dr. Martin Stürmer: "Mit purer 2G-Regel fallen wir auf die Nase"

03. November 2021 - 8:56 Uhr

Wie ansteckend sind Geimpfte?

Die Diskussion um die 2G- und 3G-Regel geht weiter – etwa mit getrennten Kantinenbereichen für Geimpfte und Ungeimpfte. Wie groß das Risiko für doppelt Geimpfte wirklich ist jemand anderen anzustecken und wie ansteckend jemand sein kann der zwar nicht geimpft aber einen negativen Schnelltest hat, bespricht Doro Steitz im Gespräch mit Dr. Martin Stürmer.

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Es bleibt ein gewisses Restrisiko

Wer doppelt geimpft ist, hat ein deutlich geringeres Risiko jemand anderes anzustecken, als jemand der nicht geimpft ist, so Dr. Martin Stürmer. Auch ein negativer Antigen-Schnelltest gibt Sicherheit, dass die getestete Person zu dem Zeitpunkt nicht infektiös ist. Der Virologe macht dennoch deutlich: "Beide Systeme haben ein gewisses Restrisiko was man eingeht", und das wird bei 2G- sowie bei 3G-Veranstaltungen deutlich, bei denen es zu Ausbruchsgeschehen kommen kann.

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2g, 3g oder 2G plus Schnelltest?

"Ich glaube das wir aufgrund der jetzigen Zahlen, die sich wahrscheinlich noch weiter nach oben bewegen werden, mit einer puren 2G-Regel auf die Nase fallen werden und doch wieder Ausbruchsgeschehen sehen", so Dr. Stürmer. Besonders wichtig sei jedoch die Infektionsvermeidung, deswegen plädiert der Virologe für eine 2G-Plus-Regel, bei der auch Geimpfte und Genesene einen Schnelltest vorlegen müssen – zum Beispiel bei Veranstaltungen bei denen die Abstände nicht mehr eingehalten werden können. (vba)

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