RTL News>Wirtschaft>

2G-Regeln in Kantinen: Bayer & Co. planen getrennte Bereiche für Geimpfte & Genesene

Corona-Regeln

3 große Unternehmen planen getrennte Kantinenbereiche für Geimpfte und Genesene

Kantinen
Mehrere Unternehmen planen 2G-Bereiche in ihren Kantinen.
Miodrag Gajic, iStockphoto

2G-Bereich für Kantine

Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene! Die 2G-Regel gilt für viele Großveranstaltungen wie Fußballspiele, aber auch in diversen Restaurants oder auch Kinos. Jetzt planen offenbar auch die ersten bekannten Unternehmen, 2G-Bereiche einzuführen, in denen Geimpfte und Genesene ohne Corona-Auflagen beisammen sitzen können – zum Beispiel in der Kantine.

Bayer-Beschäftigte schließen sich zu Arbeitsgruppen ohne Ungeimpfte zusammen

Die Konzerne Bayer, Eon und Alltours wollen laut der Zeitung „Rheinische Post“ künftig geimpften und von Corona genesenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eigene Kantinenbereiche oder eigene Cafeterias anbieten. In diesen Sonderbereichen sollen Beschäftigte ungezwungen zusammensitzen dürfen, während diejenigen, die sich nicht impfen ließen oder keine Auskunft über ihren Impfstatus geben wollten, weiterhin mit Abstandsregeln, Masken und Trennwänden beim Essen leben müssten.

Der Versicherungskonzern Ergo prüfe nach eigenen Angaben eine vergleichbare Regelung. Bei Bayer gebe es mehrere Pilotprojekte für Kantinenbereiche nur für Geimpfte und Genesene. Alle Firmen betonten, dass Nicht-Geimpfte weiterhin einen Zugang zu ihren Kantinen hätten.

Bayer habe zudem berichtet, Beschäftigte würden sich auf eigene Faust zu Arbeitsgruppen ohne Ungeimpfte zusammentun. „Selbstorganisierte Gruppen (zum Beispiel in Mehrpersonen- oder Großraumbüros, in Laboren oder Teilbereichen der Produktion) können unter freiwilliger Anwendung der 2G-Regel (geimpft oder genesen) ohne Abstand und Maske zusammenarbeiten oder Arbeitsmeetings in Präsenz-Meetings durchführen“, zitiert die Rheinische Post das Unternehmen. Alles werde in enger Zusammenarbeit mit den Betriebsräten geplant.

Ärztepräsident empfiehlt Mischung aus 2G- und 3G-Regelung

Im Zuge einer Umfrage bei zwölf führenden Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen setzen die Firmen der Zeitung zufolge für ihre Anti-Corona-Strategie weiterhin auf hohe Home-Office-Quoten. Es beteiligten sich demnach neben Alltours, Bayer, Eon und Ergo auch Deutsche Post, Deutsche Telekom, Henkel, LEG Wohnen, L'Oreal Deutschland, RWE, ThyssenKrupp und Vodafone. Auch nach dem Ende der Pandemie wolle man am Home-Office festhalten, zitiert das Blatt die Unternehmen.

Angesichts der sich verschlechternden Corona-Lage empfiehlt Ärztepräsident Klaus Reinhardt eine Mischung aus 2G- und 3G-Regelung. Das heißt, dass an bestimmten Orten entweder nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zugang bekommen oder auch Getestete (3G). „Insofern finde ich es - wenn die Zahlen weiter steigen - angemessen, wenn wir sagen würden, die 2G-Regel gilt in größeren Teilen des gemeinsamen Lebens - zum Beispiel im Museum oder auch in der Gastronomie. Und wenn die 3G-Regel zum Beispiel am Arbeitsplatz gälte, wie das die Italiener schon länger machen und die Österreicher auch, dann glaube ich, könnte das auch hilfreich sein“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. (dpa/reuters/aze)