Mädchen gut zwei Wochen nach Verschwinden zurück in Celle

Vermisstenfall: Isabella (16) gesund - Vater: "Wir sind überglücklich"

10. April 2021 - 15:48 Uhr

Isabella aus Celle: Vater dankt allen, die geholfen haben

Die lange vermisste Isabella (16) aus Celle ist zurück bei ihren Eltern – und gesund, wie ihr Vater in einem Facebook-Post veröffentlichte. Darin bedankte er sich auch bei allen, die an der Suche nach seiner Tochter Anteil genommen haben: "Vielen lieben Dank an alle, die geholfen und geteilt haben. Sie ist gesund und wir sind überglücklich", schrieb der Vater zu einem Foto von Isabella. Die Ermittler hatten die 16-Jährige auf Grund eines Hinweises nach einem Facebook-Aufruf in Frankreich entdeckt. Das Rätsel, wie die 16-Jährige ohne Handy und Geld nach Frankreich gelangen konnte, muss die Polizei in den nächsten Tagen klären. Mehr zum Fall im Video.

Ermittlerin erkannte Isabella in Facebook-Post zur Suchaktion wieder

Beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden erkannte eine Beamtin in einem Isabella-Suchaufruf der Polizei Celle, der bei Facebook tausendfach geteilt worden war, die Ähnlichkeit zu einem Mädchen, das am 23. März 2021 in der Nähe von Paris angetroffen worden war.

Sie informierte die Polizei in Celle (Niedersachsen). Der französischen Polizei lagen zunächst falsche Personalien des Mädchens vor, so dass eine Zuordnung zur vermissten Isabella aus Deutschland nicht hergestellt wurde. Im Anschluss an die erfolgreiche Suche nach der 16-Jährigen bedankte sich die Polizei bei allen, die sich an der Suche in den sozialen Medien beteiligt hatten – und so zum Erfolg beitrugen.

Wie kam Isabella nach Frankreich?

Nach bisherigen Erkenntnissen muss man davon ausgehen, dass die 16-Jährige illegal nach Frankreich eingereist ist. Dort herrscht ein strenger Lockdown und die Einreise ist höchstens mit einem aktuellen negativen Corona-Test möglich, wie unser Reporter im Video berichtet. Der Teenager hatte keine Papiere dabei, konnte sich nicht ausweisen.

Das Mädchen mit dem Spitznamen "Isi" war am 22. März plötzlich beim Homeschooling spurlos verschwunden, während ihre Eltern arbeiten waren. Tagelang suchte die Polizei nach der vermissten 16-Jährigen, in einem emotionalen Facebook-Post flehten die Eltern um ein Lebenszeichen ihrer geliebten Tochter.

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Illegaler Grenzübertritt und unklare Wohnsituaton

Der Lockdown lässt auch Rückschlüsse auf die Unterkunft zu: Hotels dürfen keine Touristen aufnehmen – schon gar keine Minderjährigen. Offenbar hat sie sich also sich in einer Privatwohnung aufgehalten. Bisher ist nur bekannt, dass sie im Großraum Paris aufgefunden wurde. Bei wem die 16-jährige Isabella Unterschlupf fand, ist eines der Rätsel, das die Polizei jetzt lösen muss.

Große Belastung für das junge Mädchen

Die Polizei hält sich mit Informationen sehr zurück. Ein wichtiger Grund dafür dürfte sein, dass man Isabella schützen möchte. Es heißt, dass die Situation für das Mädchen sehr belastend sei. Das ist verständlich - sie ist immerhin erst 16 Jahre alt. Umso besser, dass sie nun zurück im Kreise ihrer Familie ist.