Ansteckungsgefahr wächst

Unsere Mücken werden immer gefährlicher: Ernsthafte Erkrankungen nach Mückenstich möglich

Eine Mücke saugt Blut aus dem Arm eines Mannes.
© deutsche presse agentur

16. Februar 2020 - 11:22 Uhr

Gefahr der Viren-Ausbreitung in Deutschland steigt

Wer von Mücken gestochen wird, riskiert zunehmend eine Ansteckung mit gefährlichen Krankheiten. Davor warnen jetzt deutsche Experten. Seit dem vergangenen Jahr sei klar, dass nicht nur eingewanderte exotische Mückenarten Erreger wie Zika-, Dengue- oder Chikungunya-Virus übertragen. Heimische Stechmücken wurden inzwischen als Überträger des West-Nil-Virus identifiziert. Damit steigt die Gefahr einer Ausbreitung des Virus in Deutschland.

Klimawandel macht sich auch bei Mücken bemerkbar

Wissenschaftlern des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) haben herausgefunden, dass heimische Mücken-Arten das West-Nil-Fieber auf mehrere Menschen in Deutschland übertragen haben. Diese ursprünglich aus Afrika stammende Erkrankung war zuvor als Tierseuche vor allem bei Vögeln bekannt.

Heimische Stechmücken würden sowohl bei Vögeln als auch bei anderen Wirbeltieren und Menschen Blut saugen und das Virus so von einer Spezies auf eine andere übertragen. Der Klimawandel mit den höheren Temperaturen begünstigt die Ausbreitung des Virus, sagt Doreen Werner, Biologin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg bei Berlin. 

"Die Krankheit zeigt keine eindeutigen Symptome und kann von leichter Übelkeit und Kopfschmerzen über Fieber bis hin zu schweren neurologischen Schäden variieren", sagt die Expertin. Je wärmer es sei, umso schneller könne sich das Virus in der Mücke vermehren. "Wir gehen davon aus, dass sich das West-Nil-Virus über Mücken in diesem Jahr weiter in Deutschland ausbreitet", so die Biologin, die eng mit Wissenschaftlern des FLI zusammenarbeitet.

Das milde Winter-Wetter lockt bereits die ersten Mücken ins Freie. "Ab 6 bis 7 Grad tagsüber sind Stechmücken unterwegs, die auf Dachböden, in Kellern, Baumhöhlen oder in Brennholzstapeln überwintert haben", sagt Mücken-Expertin Doreen Werner. Die ausgehungerten Weibchen würden stechen, um Blut nachzutanken.

Quelle: DPA / RTL.de

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