Arbeitgeberpräsident

Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte bei Corona-Erkrankung

Ungeimpfte sollen keinen Lohn erhalten, wenn sie wegen einer Corona-Erkrankung nicht arbeiten können.
Ungeimpfte sollen keinen Lohn erhalten, wenn sie wegen einer Corona-Erkrankung nicht arbeiten können.
© picture alliance, Sascha Steinach

16. November 2021 - 9:06 Uhr

Firmen wollen Impfstatus abfragen

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen fordern die Arbeitgeber, dass Firmen den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfahren und speichern dürfen. Ungeimpften droht bei einer Corona-Erkrankung dann sogar ein kompletter Lohnausfall.

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Arbeitgeber fordern effektiven Infektionsschutz

"Das ist eine notwendige Voraussetzung, um im Betriebsablauf für zielgenauen, effektiven Infektionsschutz sorgen zu können", sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag).

Sei der Zugang zum Betrieb nur noch Geimpften, Genesenen oder Getesteten möglich, sinke das Infektionsrisiko. Es entstünden aber viele Folgefragen, etwa wie Tests gemacht würden und welche Formen erlaubt seien oder was passiere, wenn ein Mitarbeiter den Test verweigere. "Wenn eine solche Verpflichtung kommt, brauchen die Betriebe ein Maximum an Beinfreiheit bei deren Umsetzung", sagte Dulger.

Rainer Dulger
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger.
© deutsche presse agentur

Auf die Frage, was dies für den Lohnanspruch von Beschäftigten bedeute, antwortete Dulger: "Die Konsequenz wäre im Grunde schon nach heutiger Rechtslage klar: Wer aus Gründen, die er selbst zu vertreten hat, nicht zur Arbeit erscheint, kann für die ausgefallene Arbeit keinen Lohn beanspruchen."

Die potenziellen Koalitionsparteien SPD, Grüne und FDP planen eine sogenannte 3G-Regel am Arbeitsplatz, wonach nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete vor Ort sein dürfen. Zudem soll wieder die Pflicht zur Heimarbeit gelten, wo dies möglich ist. Dies sei Ausdruck der Planlosigkeit der Corona-Politik, kritisierte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Markus Jerger, nach einem Bericht der Zeitungen der Funke-Gruppe. Die Mehrzahl der Mittelständler habe längst individuelle betriebliche Lösungen gefunden. (dpa/aze)