Kribbeln, Niesreiz, Nasenbluten

Unangenehmer Corona-Test: Dieses Tricks helfen gegen die Schmerzen beim Nasenabstrich

Laut RKI stellten Abstriche durch die Nase den Standard zur Probenabnahme bei Corona-Tests dar
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12. Januar 2021 - 7:18 Uhr

Mit dem Nasenabstrich kann das Coronavirus nachgewiesen werden

Kopf nach hinten, Stäbchen rein. Dann ist es auch schon fast geschafft. Der Nasenabstrich ist der Standard zur Probenabnahme bei Corona-Tests. Viele allerdings empfinden diesen Abstrich als ziemlich unangenehm und haben danach mit Niesreiz oder sogar Nasenbluten zu kämpfen. Der Grund dafür: Verletzungen der Schleimhaut. Es gibt ein paar einfache Tricks, die Linderung versprechen.

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Kribbelgefühle und Niesreiz

Ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt, kann verlässlich nur ein PCR-Test zeigen. Dafür haben sich vor allem zwei Methoden etabliert: ein Abstrich aus dem Innenraum des Mundes oder der Nase. Letztere Möglichkeit empfinden viele Menschen aber als unangenehm. Einem Nasenabstrich folgen häufig Kribbelgefühle in der Nase und ein Niesreiz. Der Grund dafür: kleine oberflächliche Schleimhautverletzungen, die der Tupfer beim Nasenabstrich hinterlassen haben kann. "Das führt zu einem Fremdkörpergefühl in der Nase und das kann zu dem Niesreiz führen", erklärt der HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing aus Starnberg. Kalte und trockene Winterluft könne den Effekt noch verstärken.

"Wie Schnupftabak hochziehen"

Zur Linderung der Beschwerden kann Nasensalbe helfen. Die sollte man sich allerdings nicht mit einem Tupfer in die Nase hineinschieben. Der Tipp des Mediziners: "Die Salbe an den Naseneingang reiben und, ähnlich wie Schnupftabak, hochziehen."

Das hilft gegen Nasenbluten

Nach einem Corona-Test kann es auch zu Nasenbluten kommen, wenn der Tupfer in Richtung Nasenscheidewand stößt. Denn dort sind die Schleimhäute besonders gut durchblutet, bei leichten Verletzungen kann es daher schon zu Blutungen kommen. Die hören allerdings oft nach ein paar Minuten wieder auf, wenn man seine Nase vorne zusammendrückt, sodass das Blut gerinnt. "Abschwellende Nasensprays können ebenso helfen, weil sich dadurch die Gefäße zusammenziehen", so Junge-Hülsing. Hört die Blutung auch nach Stunden nicht auf, empfiehlt sich der Besuch eines HNO-Arztes. Schwerere Verletzungen durch den Tupfer, etwa an der Schädelbasis, seien zwar theoretisch möglich, aber sehr, sehr selten, so Junge-Hülsing.

"Oft ist die Abnahmetechnik miserabel"

Wichtig sei, dass der Abstrich korrekt abgenommen werde. "Oft ist die Abnahmetechnik miserabel", beklagt der HNO-Arzt. Der Tupfer sollte keinesfalls Richtung Nasenrücken nach oben in die Nase eingeführt werden. Stattdessen gilt: Am Nasenboden auf Höhe des Gehörgangs gerade und ganz vorsichtig nach hinten schieben. Der Tupfer müsse aber um die sechs Zentimeter in die Nase hinein geführt werden, um in den Nasen-Rachen-Raum zu gelangen, so der Mediziner: "Dort ist die höchste Viruskonzentration."

Nasenabstriche sind der Standard bei Corona-Tests

Laut Robert-Koch-Institut stellten Abstriche durch die Nase den Standard zur Probenabnahme bei Corona-Tests dar. Abstriche durch den Mund sind aber auch möglich. Sie seien mit Blick auf die Sensitivität vergleichbar beziehungsweise etwas niedriger, werden jedoch von den meisten im Vergleich zum Nasenabstrich als angenehmer empfunden.

Quelle: ntv.de, jks/dpa