Umweltschützer schlagen Alarm

Für Corona-Impfung könnten eine halbe Million Haie getötet werden

Grauer Riffhai
© picture alliance / Arco Images, F. Schneider

29. September 2020 - 8:58 Uhr

In Corona-Impfungen könnte Squalen verwendet werden

Umweltschützer sind entsetzt: Damit alle Menschen auf der Welt gegen das neue Coronavirus geimpft werden können, müssten gegebenenfalls eine halbe Million Haie sterben. In Impfstoffen, mit denen Hersteller gerade experimentieren, kommt nämlich Squalen vor. Der Stoff, der die Immunreaktion des Körpers und damit die Wirksamkeit einer Impfung verstärkt, wird aus dem Öl aus Hailebern gewonnen.

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Für Milliarden von Corona-Impfungen, müssten Tausenden Haie sterben

Für etwa eine Tonne Squalen müssen rund 3.000 Haie getötet werden. Um genug Squalen zu produzieren um jeden Menschen auf der Welt je mit einer Impfdosis zu versorgen, müssten 250.000 Haie sterben, rechnet die Tierschutzorganisation "Shark Allies" vor. Sollte jeder Mensch zwei Impfdosen benötigen, um sich gegen Covid-19 zu immunisieren, wären es eine halbe Million Haie.

"Shark Allies" startete darum eine Petition, in der die Organisation fordert, den Gebrauch von tierischem Squalen zu stoppen. Es gäbe nicht-tierische Alternativen: Squalen kommt nämlich nicht nur in Hailebern, sondern auch in bestimmten Pflanzen vor.

Haibestände würden Massenproduktion von Impfungen nicht verkraften

Viele Haiarten seinen ohnehin schon bedroht, erklärten die Tierschützer in ihrer Petition auf dem Internetportal change.org. Sie nun auch noch für die Massenproduktion von Impfstoff auszubeuten, könnte katastrophale Folgen für die Population der Raubfische haben. "Etwas von einem wilden Tier zu gewinnen, ist niemals nachhaltig" erklärte Stefanie Brendl, die Vorsitzende der Tierschutzorganisation. "Besonders wenn es ein Raubtier ist, dass sich gar nicht in großen Zahlen weitervermehrt."

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