Warken (CDU) setzt auf PräventionsprogrammImpfkonferenz in Köln – Ministerin will Bereitschaft erhöhen, während Skepsis wächst
Kaum ein Thema hat so polarisiert, wie Impfen - vor allem während der Corona-Maßnahmenzeit. Noch immer sind die Gemüter gespalten. Bei der Impfkonferenz in Köln am Dienstag (28.04.) ging es unter anderem darum, die Bereitschaft fürs Impfen allgemein zu erhöhen. Mit dabei war auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU).
So will Warken die Impfbereitschaft erhöhen
Masken, Lockdown, Spritzen: Die Corona-Maßnahmen waren für viele ein rotes Tuch. Das schwebte am Dienstag (28.04.) auch über Köln. Dort fand die neunte nationale Impfkonferenz statt. Thema war unter anderem der Schutz vor Masern oder der Grippe. Für Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist da noch Luft nach oben. Deshalb setzt sie auf mehr Impfungen in Apotheken und ein Präventionsprogramm. Darüber tauschten sich Wissenschaftler bei der Konferenz aus – so auch Sarah Eitze. Sie forscht zum Thema Impfentscheidung und erklärt: „Man kann aber über alle Zielgruppen sagen, dass das Vertrauen in die Sicherheit und Effektivität von Impfungen sehr, sehr wichtig ist, dass die Risikowahrnehmung für die Krankheiten sehr wichtig ist. Also wenn ich die Risiken von Krankheiten unterschätze, dann lasse ich mich auch nicht impfen und Barrieren sind wichtig“.
Skepsis gegenüber Impfungen wächst
Immer mehr Menschen sind skeptisch gegenüber Impfungen. Ein Grund: Fake News im Netz, heißt es auf der Konferenz. Aber es ist auch viel Vertrauen verloren gegangen durch die Corona-Maßnahmen, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Dafür habe die Impfung aber Millionen Menschen vielleicht vor einer schweren Erkrankung bewahrt oder sogar vor dem Tod, sagt Laumann weiter. Aufgearbeitet werden soll all das in einer sogenannten Enquetekommission. Für Martin Vincentz von der AfD ist das ein zahnloser Tiger: „Man hat den Eindruck, der Staat vergibt den Bürgern nichts. Es gibt immer noch eine ganze Reihe von laufenden Verfahren gegen Menschen, die dort damals gegen geltende Regeln verstoßen haben. Aber der Staat verlangt von uns, dass wir das im Prinzip alles so hinnehmen. Ganz im Gegenteil. Es gibt heute noch sehr, sehr viele Menschen, die beispielsweise auch unter Nebenwirkungen der Impfung leiden. Man sollte dieses Leid auch anerkennen. Man sollte für diese Menschen auch wirklich eine vernünftige Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse stattfinden lassen.“ 2024 veröffentlichte eine Journalistin die kompletten Corona-Protokolle des Robert-Koch-Instituts. Demnach haben sich führende Politiker teilweise über wissenschaftliche Empfehlungen hinweggesetzt.

































