Sein Sohn starb plötzlich im Schlaf

Trauernder Vater rührt zu Tränen: "Umarmt eure Kinder! Arbeitet nicht zu lang!"

© Linkedin/J.R .Storment

13. September 2019 - 13:51 Uhr

Plötzlicher Tod des Sohnes ändert Sicht aufs Leben

Nach dem Tod seines Sohnes wird J.R. Storment bewusst, dass er seine Prioritäten völlig falsch gesetzt hatte. Der Unternehmensgründer aus Portland (USA) lebte lange Zeit nur für seine Arbeit und nahm in acht Jahren kaum Urlaub. Das bereut er zutiefst und wünscht sich, dass er mehr Zeit mit seinen Kindern verbracht hätte. Die Einsicht kam mit dem Tod seines achtjährigen Sohns Wiley. Jetzt fordert er mit einem Text auf der Plattform 'Linkedin' andere Eltern auf, nicht den gleichen Fehler zu machen wie er.

Milde Form von Epilepsie als wahrscheinliche Todesursache

Ihr Vater schreibt eine emotionale Botschaft!
Die Zwillinge Wiley und Oliver
© instagram/stormental

Sein Kind zu verlieren, ist wohl das Schmerzhafteste, was Eltern passieren kann. J.R. Storment und seine Frau mussten diesen Schicksalsschlag erleben. Die beiden sind Eltern von Zwillingen und verloren den achtjährigen Wiley ganz plötzlich. Am Abend vor seinem Tod ging es dem Jungen noch gut, doch er wachte am nächsten Morgen nicht mehr auf.

Im Jahr zuvor wurde bei Wiley eine milde Form der Epilepsie diagnostiziert, auch Rolando-Epilepsie genannt. Sie tritt öfter bei Jungen zwischen dem achten und 13. Lebensjahr auf. Im Teenageralter geht diese Art der Epilepsie normalerweise zurück.

Für Familie Storment war diese Diagnose zunächst kein Grund zur Sorge, denn die Ärzte sagten, dass er nur eine leichte Form der Epilepsie habe. Dass ihr Sohn dennoch daran sterben könnte, erwähnte niemand. SUDEP (engl.: "sudden unexpected/unexplained death in epilepsy patients") beschreibt den plötzlichen, unerwarteten Tod von Epilepsie-Patienten. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei Kindern mit Epilepsie bei 1:4500.

Nehmt euch Zeit für eure Kinder: "Es ist später als ihr denkt"

In einem langen Text an andere Eltern schildert der trauernde Vater, wie sehr sein Leben von der Arbeit bestimmt war und wie sehr er sich jetzt wünscht, mehr Zeit mit seinen Kindern verbracht zu haben. Unter der Überschrift "Es ist später als ihr denkt" ruft er alle Eltern auf, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. In den letzten acht Jahren habe er sich nur auf die Arbeit konzentriert. Das bereut der Familienvater zutiefst. Anderen soll es nicht auch so ergehen.

Viele Menschen haben sich auf seinen Artikel zurückgemeldet und gefragt, wie sie ihm und seiner Familie helfen können. Seine Antwort war deutlich: "Umarmt eure Kinder! Arbeitet nicht zu lang! Viele der Dinge, auf die ihr eure Zeit verwendet, werdet ihr bereuen, sobald ihr die Zeit nicht mehr habt." Der Vater von Zwillingen will, dass Eltern über ihre Prioritäten nachdenken und jede Minute mit ihren Kindern schätzen sollen. Er selbst lässt seine Arbeit zurzeit ruhen. Er nutzt die Zeit nun, um sie mit seinem noch lebenden Sohn Oliver zu verbringen.